Die Frage war, wer gegen die Champions League-Entscheidung noch am ehesten mit einem blauen Auge davon kam.

Wie letzten Samstag dominierte auch diese Woche König Fußball das Primetime-Geschehen: Dieses Mal war es das
«Champions League»-Finale der Männer zwischen Paris und Arsenal, das um 18.00 Uhr im ZDF angepfiffen wurde. Das Spiel sahen durchschnittlich 5,30 Millionen Fußball-Fans zu bockstarken 35,2 Prozent Anteil am Gesamtmarkt. Das bedeutete selbstredend den haushohen Primetime-Triumph, wenngleich ein Nachlassen im Vorjahresvergleich zu beobachten war. Beim jungen Publikum holte die Begegnung überbordende 54,1 Prozent durch 1,40 Millionen, welche logischer Weise gleichfalls ganz vorne zu suchen waren - auch hier war zwar an diesem Abend relational ein höherer prozentualer Anteil möglich, die Reichweite war aber dennoch eine Ecke niedriger als 2025.
Wegen des Ausnahme-Events traute sich das Erste nicht, frischen Stoff dagegen zu bieten. Es war die Ausstrahlung
«Spurlos in Athen», die sich trotz allem noch ordentliche 2,85 Millionen und 15,2 Prozent Gesamt-Zuschauende angelte. Allerdings bloß ganz dünne 3,0 Prozent Marktanteil (0,10 Millionen) waren damit am Markt der 14-49-Jährigen zu holen. Auf
«Das kann nur Fernsehen! Die größten TV-Momente aller Zeiten» setzten die Kölner von RTL an diesem fußballgeprägten Abend. Solide auszukommen war damit - die Sehbeteiligungen kamen auf ein Niveau von immerhin 0,32 und 1,47 Millionen, aus denen jeweils überdurchschnittliche 12,4 und 9,6 Prozent resultierten.
Die rote Kugel zeigte dabei eine aufgewärmte Agenten-Verfilmung:
«James Bond 007 - Im Angesicht des Todes» brachte zähe 5,0 Prozent in der Zielgruppe auf, weil 0,15 Millionen aus dieser von der Partie waren - kein wirklich erfreuliches Ergebnis, das aber immerhin noch vor Sat.1 lag. Insgesamt kam man immerhin auf annehmbare 4,0 Prozent durch 0,70 Millionen. Bei Sat.1 konnte
«Der Prinz aus Zamunda 2» nur magere 0,13 Millionen Werberelevante unterhalten, die Zahlen von unzureichenden 4,1 Prozent mit sich führten. Die Gesamtzuschauenden waren auch nur zu 0,43 Millionen beziehungsweise ganz schmalen 2,4 Prozent vertreten.
Ganz übel erging es aber der roten Sieben, bei der die
«Eishockey WM» ohne deutsche Beteiligung noch mehr wegbrach: Interesse fand der Finnland-Sieg zunächst lediglich bei mickrigen 0,06 Millionen 14-49-Jährigen (sehr niedrige 2,0 Prozent). Insgesamt ließen sich gerade mal 0,15 Millionen zu völlig desolaten 0,8 Prozent aufbringen. Das weitere Drittel steigerte sich nur ein bisschen auf 2,9 Prozent (0,10 Millionen Werberelevante), ehe das dritte Drittel kurz vor 22.00 Uhr bei gleicher Anteilsrelation wieder abnahm auf 0,08 Millionen. Insgesamt waren am Ende immerhin merklich gesteigerte 0,47 Millionen zu 2,9 Prozent anwesend - übergeordnet waren aber auch dies sehr begrenzte Größenordnungen.
RTLZWEI hatte mit der Komödie
«School Of Rock» ebenfalls wenig zu melden - überschaubare 3,7 Zielgruppen-Prozent bei 0,11 Millionen lassen da keinen anderen Schluss zu. Insgesamt ergab sich ob 1,3 Prozent wegen 0,24 Millionen ein sehr bedenkliches Bild. Die orange Eins wärmt seit letzter Woche nicht mehr «FBI» auf, sondern zeigt frische Folgen
«Elsbeth». In Woche zwei hatte man damit aber noch größere Probleme als beim eh schon grottigen Auftakt. Denn die Quoten der zwei Episoden donnerten auf 0,4 und 0,7 Prozent bei 0,01 und 0,02 Millionen 14-49-Jährigen. Diese Zahlen fallen derart katastrophal aus, dass sie eigentlich nicht tragbar sind. Insgesamt zeigte der Tacho am Start ebenso massiv angeschlagene 1,4 Prozent (0,27 Millionen), dann nur unwesentlich erhöhte 1,8 Prozent (0,32 Millionen).