Missbrauchs-Reportage an Musikschule geht unter

Nach «In aller Freundschaft» konnte die «Report Mainz»-Dokumentation nicht wirklich punkten.

Das Erste strahlte am Dienstag die letzte Folge von «Die Notärztin» aus. Nach 13 Episoden verabschiedet sich Sabrina Amali als Dr. Nina Haddad. Der Titel „Beruflich & Privat“ sorgt für den Einsatz eines Untersuchungsgremiums. Die Folge sorgte für 2,70 Millionen Fernsehzuschauer und strich mittelmäßige 13,0 Prozent Marktanteil ein. Bei den jungen Erwachsenen wurden 0,28 Millionen erreicht, das sorgte für 7,6 Prozent.

Bei «In aller Freundschaft» wurde die Ordensschwester Johanna eingeliefert, die das gefährliche Guillain-Barré-Syndrom hat. Die Geschichte mit dem Namen „Was wir nicht sagen“ lockte 2,95 Millionen Zuschauer an und sicherte sich einen Marktanteil von 13,9 Prozent. Bei den jungen Zusehenden holte die Sachsenklinik 0,28 Millionen, was zu 6,9 Prozent führte.

Die «Report Mainz»-Reportage „Machtspiel – Missbraucht vom Maestro“ handelte von der Kulturbranche. Doch die klassische Musik ist eine Branche, die von Druck, Abhängigkeiten und Machtgefälle geprägt ist. Gerade ganz am Anfang der Karriere, im Studium, sind die jungen Menschen ganz unten im Machtgefüge. Der Film erzählt, wie für die Betroffenen der Weg zum vermeintlichen Traumberuf zum Albtraum wurde. Das Werk von Claudia Kaffanke hat bei 1,53 Millionen Menschen Gehör gefunden, der Marktanteil lag bei schlechten 8,3 Prozent. Unter den jungen Menschen waren 0,16 Millionen, die zu miesen 4,6 Prozent führten.

Die von Ingo Zamperoni moderierten «Tagesthemen» holten 1,51 Millionen Zuschauer und fuhren 10,2 Prozent ein. Bei den jungen Erwachsenen wurden 0,22 Millionen erreicht, was 8,2 Prozent brachte. Zu Gast bei «maischberger» waren ab 22.50 Uhr Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), Wirtschaftsweise Veronika Grimm und SPD-Bundestagsabgeordneter Ralf Stegner. Die Sendung mit den Journalisten Theo Koll, Christoph Schwennicke und Victoria Reichelt verbuchte 0,93 Millionen Zuschauer und brachte Das Erste 10,0 Prozent. Die von Sandra Maischberger geleitete Sendung fuhr 0,11 Millionen ein, bei den jungen Menschen waren 6,1 Prozent die Folge.
20.05.2026 08:29 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/171877