Der bekannte Mime war in etlichen TV-Filmen und auch einigen internationalen Produktionen vertreten.

Traurige Nachrichten für die deutsche Filmlandschaft kurz vor dem Wochenende: Einer der wohl arriviertesten deutschen Schauspieler, Günther Maria Halmer, ist im Alter von 83 Jahren verstorben. Wie die "BILD"-Zeitung unter Hinweis auf sein persönliches Umfeld berichtete, habe der bekannte Mime zuletzt an einer Krebs-Erkrankung gelitten. Dieser Erkrankung sei er bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag erlegen.
In einem seiner letzten Filme war Halmer im August 2025 in der ARD zu sehen. Konkret war es die Komödie
«Trapps Sommer» mit ihm in der Hauptrolle, die im letzten Jahr produziert worden war (Bilder). Zugeschaltet hatten damals insgesamt 3,71 Millionen Menschen, die dem Film einen wirklich schönen Marktanteil von 19,4 Prozent bescherten - es stellt sich nun im Nachhinein als ein würdiges Abschieds-Ergebnis heraus.
Auf seine lange Schauspielkarriere vorbereitet wurde Günther Maria Halmer von 1967 bis 1969 auf der Otto-Falckenberg-Schule für Schauspielerei in München. Sein erstes richtiges Engagement hatte er anschließend von 1969 bis 1974 bei den Münchner Kammerspielen. Sein Durchbruch im Fernsehen gelang im schließlich als Karl „Tscharlie“ Häusler in der Fernsehserie
«Münchner Geschichten» des Bayerischen Rundfunks von Regisseur Helmut Dietl.
Große Breitenwirkung im Mainstream wurde ihm dann allerspätestens 1986 zuteil - das Jahr, in dem er seinen Einstand als
«Tatort»-Kommissar gab. Den Ermittler Siggi Riedmüller verkörperte er allerdings nur ein einziges Mal. Dennoch war er in den nächsten Jahrzehnten ebenso regelmäßig weiter in Episodenrollen der Krimi-Reihe zu sehen, wie in zahlreichen anderen Krimi-, Romantik-, Familien und Drama-Produktionen in Kino und TV. Als zwei Highlights sind sicherlich noch sein Auftritt an der Seite von Ben Kingsley 1988 in der italienisch-deutschen Coproduktion
«Der Zug» wie die erfolgreiche und langläufige Justizserie
«Anwalt Abel» (1988-2001) im ZDF zu nennen.