Eine neue Reportage beleuchtet die Schattenseiten eines beliebten Lebensmittels zwischen Billigimporten, Umweltproblemen und Preisdruck.

Mit einem alltagsnahen, zugleich brisanten Thema geht das ZDF am Sonntag, den 14. Juni 2026, um 15:30 Uhr auf Sendung. Die Dokumentation
«Erdbeeren – Genuss mit Beigeschmack» von Judith Paland zeigt, wie sehr sich die einst saisonale Frucht zu einem globalen Massenprodukt entwickelt hat – mit weitreichenden Folgen für Produzenten, Umwelt und Verbraucher.
Im Mittelpunkt steht dabei die internationale Lieferkette, insbesondere der Anbau in Spanien. Rund um die Region Huelva entstehen riesige Erdbeerplantagen, deren Produkte auch den deutschen Markt dominieren. Die Reportage zeigt, unter welchen Bedingungen dort gearbeitet wird: Saisonkräfte verrichten harte körperliche Arbeit, oft schlecht bezahlt und nur unzureichend abgesichert. Kommt es zu Ernteausfällen, fehlt ihnen nicht selten jegliche finanzielle Grundlage.
Parallel dazu rückt die Dokumentation die ökologischen Folgen in den Fokus. Plastikabfälle aus dem Folienanbau, illegale Deponien und ein enormer Wasserverbrauch setzen die Natur unter Druck. Besonders kritisch ist die Situation rund um den Nationalpark Doñana, wo sinkende Grundwasserspiegel das empfindliche Ökosystem gefährden. Trotz dieser Probleme wächst der Markt weiter – angetrieben von der konstant hohen Nachfrage.
Gleichzeitig geraten deutsche Produzenten zunehmend ins Hintertreffen. Steigende Kosten und günstigere Importware sorgen dafür, dass heimische Anbauflächen schrumpfen. Ergänzt wird die Analyse durch einen Blick auf neue Trends wie gefriergetrocknete Erdbeeren, die vor allem in sozialen Medien als gesunder Snack vermarktet werden, deren Herstellung jedoch energieintensiv ist und deren Herkunft oft unklar bleibt.