«Ulrich Wetzel» ist keine Barbara Salesch

Im Anschluss ging «Extra» auf Sendung und kam auch nicht gut an. Danach kam eine XL-Dokumentation zur Abnehmspritze.

Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea brauchte Sat.1 bis zur Highlight-Show um 21.15 Uhr Füllmaterial. Man entschied sich für Specials von «Richter Alexander Hold» und «Barbara Salesch». Während der jetzige Kommunalpolitiker 3,70 und 3,64 Millionen Zuschauer anlockte, kam die frühere Hamburger Richterin auf 3,50 Millionen Zuschauer. Dennoch dauerte es zwei Jahrzehnte, bis eine solche Show wieder in die Primetime durfte. 2,15 Millionen Menschen sahen im vergangenen Jahr das zweistündige Special von Salesch bei RTL, das in der Zielgruppe sogar 0,46 Millionen Zuseher holte.

Jetzt kam «Ulrich Wetzel – Sein härtester Fall» mit „Bis zur Unkenntlichkeit“. Wetzel verhandelt den Mordfall an einer schwangeren Lehrerin, die brutal ermordet wurde, wobei ein verheirateter Vater als Hauptverdächtiger gilt. Die Verhandlung ist geprägt von Intrigen, plötzlichen Wendungen und dem öffentlichen Interesse der Medien. Aber nur 1,51 Millionen Menschen ab drei Jahren entschieden sich für den Stoff, der 7,2 Prozent Marktanteil brachte. Bei den Umworbenen zählte RTL nur 0,19 Millionen, das führte zu schlechten 5,0 Prozent. Bitter: Das «Strafgericht» holte um 15.50 Uhr 0,13 Millionen und 16,7 Prozent, das «Jugendgericht» fuhr 0,14 Millionen und 14,5 Prozent ein. Beim Gesamtpublikum wurden 1,07 sowie 1,11 Millionen am Nachmittag geholt.

Zwischen 22.15 Uhr und Mitternacht stand «Extra» auf dem Plan. Dort wurde nicht nur die Abnehmspritze einem Langzeittest unterzogen, sondern auch die Deutschen auf Verschwörungstheorien getestet. Zudem gab es ein Thema zu Zecken, alte Binsenweisheiten wurden ebenfalls aufgetischt. Das RTL-Magazin funktionierte mit 0,85 Millionen Zuschauern und sicherte sich 6,7 Prozent. Unterm Strich wurden nur 0,15 Millionen Umworbene eingefahren, was zu sechs Prozent führte.
13.05.2026 08:27 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/171719