Das Frühjahr biegt unaufholsam in Richtung Sommer ab - das merkt man vor allem daran, wenn neue «Tatort»-Folgen den Wiederholungen aus vergangenen Jahren weichen müssen.

Da ist es passiert! Am 10. Mai schickt das Ersten eine Wiederholung eines alten
«Tatort»-Falls über den Äther - offensichtlich naht demnach der Sommer. Der
«Tatort: Man stirbt nur zweimal» begeisterte im Dezember 2024 stolze 11,52 Millionen Zuschauern ab drei Jahren, das brachte zur damaligen Zeit dem Ersten satte 40,0 Prozent Marktanteil. Im Rerun am gestrigen Sonntag war von derartigen Zahlen lediglich zu fantasieren. Dennoch holte sich das WDR-Ermittlerteam um Axel Prahl und Jan Josef Liefers auch im zweiten Anlauf stattliche 6,36 Millionen Zuschauer in die Primetime. Das Erste stützte sich damit auf eine durchaus starke Quote von 28,3 Prozent, wenn man auch mit den 40 Prozent nicht direkt konkurrieren konnte.
Neben dem Erfolg in Sachen Gesamtreichweite, räumte «Man stirbt nur zweimal» Ende 2024 ebenfalls in Sachen 14- bis 49-Jährige ab. 2,02 Millionen Zuschauer im angesprochenen Alter sorgten für exzellenre 32,4 Prozent am entsprechenden Markt. In der gestrigen Wiederholung konnte die blaue Eins sich noch 0,82 Millionen jüngere Zuschauer sichern, das brachte dem Sender eine 20:15 Uhr-Quote von 19,4 Prozent ein. Trotz Wiederholung kann sich der Krimi im Ersten damit die jeweils besten Reichweiten-Werte des gesamten Tages sichern. Lediglich die kurze «Tagesschau» um 20 Uhr kam mit 0,94 Millionen Jüngeren im direkten Vorlauf auf mehr 14- bis 49-Jährige.
Im Anschluss ging es bei
«Caren Miosga» um das Thema "Wie will die SPD Vertrauen zurückgewinnen, Frau Schwesig?" - das wurde, offensichtlich, mit Manuela Schwesig diskutiert. Es kamen jedoch vor noch 2,46 Millionen Zuschauern im Schnitt auch Luca Piwodda und Nikolaus Blome zu Wort. Die Quote sank damit rapide auf 13,7 Prozent, am Markt der 14- bis 49-Jährigen sank der Anteil auf 8,8 Prozent. Hier verweilten lediglich 0,32 Millionen Jüngere.