Primetime-Check: Donnerstag, 7. Mai 2026

Hatten die restlichen Privatsender noch eine Chance gegen den RTL-Fußball?

Beginnen wir auch heute bei der Gesamtzuschauerschaft: Diesbezüglich war es das Erste Deutsche Fernsehen mit der Ermittlungs-Reihe «Der Kroatien-Krimi - Mord am Jadro», die die höchste Reichweite holte. Denn die Produktion triggerte 4,32 Millionen, sehr schöne 20,0 Prozent ab drei Jahren resultierten daraus. Allerdings verblieb man erneut unter der Fünf-Millionen-Marke. Die Jüngeren waren in verhaltener Anzahl vertreten – gerade so mittelmäßige 6,8 Prozent bei 0,25 Millionen wurden gemessen.

Zunächst auf einen soliden Rang zwei bei allen ist das Zweite mit der Heimat-Serie «Lena Lorenz» gelangt. Insgesamt waren zufriedenmachende 3,44 Millionen zu vorzeigbaren 16,0 Prozent dabei. In der jüngeren Gruppe wies der Sender höchstens mäßige 7,0 Prozent durch 0,26 Millionen auf. Bei den 14-49-jährigen bei weitem auf die beste Position kam RTL, wo das zweite Freiburg-Halbfinale in der «Europa League» strahlende Zahlen vorwies. Das Rückspiel setzte die Resonanzen mit Halbzeit eins bereits auf klasse 19,7 Prozent und 0,76 Millionen. Am Gesamtmarkt 3,31 Millionen zu ebenfalls klar überdurchschnittlichen 15,2 Prozent sahen zunächst zu, die dem ZDF auf die Pelle rückten. Die zweite Halbzeit ab 22.00 Uhr steigerte sich noch weiter auf 0,95 Millionen Jüngere bei brachialen 27,6 Prozent (nach Abpfiff sogar 32,7 Prozent). Insgesamt gings auch deutlich hoch auf außergewöhnliche 24,1 Prozent durch 4,15 Millionen, womit man nachträglich das ZDF mit der zweithöchsten Primetime-Reichweite hinter der ARD überholte.

Der Sender ProSieben konnte sich mit «Germany's Next Topmodel» im Vorwochen-Vergleich trotzdem leicht steigern, weil bei der Ausstrahlung solide erhöhte 14,9 Zielgruppen-Prozent (0,53 Millionen) herauskamen. Am Gesamtmarkt mobilisierte das Casting 1,12 Millionen zu mäßigen 5,8 Prozent. Zuvor war der Sender mit 15 Minuten «Joko & Klaas LIVE» für einen kurzen Moment gar in der Lage, RTL mit klasse 18,4 Prozent der Jüngeren durch 0,63 Millionen in Schach zu halten - insgesamt waren exakt eine Millionen Menschen zugegen. Bei den Kölnern kamen die Vorberichte mit 8,1 Prozent (0,28 Millionen Jüngere) zunächst schwerfälliger in Gang. Mit seinen Resultaten zufrieden sein konnte eine Ecke dahinter noch Sat.1, wo «Das 1% Quiz» bei den Jüngeren mit 8,5 Prozent (0,32 Millionen) trotz verschärftem Umfeld Erholung fand. Inklusive der Älteren ließen sich beständige 1,17 Millionen bei annehmbaren 5,6 Prozent ansprechen.

Im Hause Kabel Eins war man mit einer neuen Folge «Morlock Motors» gegen die gesteigerte Konkurrenz gedrosselt, aber noch passabel unterwegs: Der Anteil kam auf 5,8 Prozent durch 0,22 Millionen in der Zielgruppe. Am Gesamtmarkt standen die Schrauber wegen 3,0 Prozent anhand 0,64 Millionen blass da. Mau war Vox zugegen, wo der Actioner «Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben» programmiert wurde. Dürftige 4,9 Prozent (0,18 Millionen) standen auf dem Tableau. Insgesamt ließen 0,54 Millionen zu 2,5 Prozent ebenfalls bloß ein ernüchterndes Ergebnis zu. Abgeschlagen fand sich RTLZWEI mit «Mensch Retter» wieder. Die Notfall-Dokusoap brachte zwar etwas erhöhte, jedoch weiter überschaubare 3,5 Zielgruppen-Prozent zu verhaltenen 0,13 Millionen. Mit Bezug zur älteren Zuschauerschaft lassen sich zudem bloß Größenordnungen von niedrigen 2,0 Prozent bei maximal 0,43 Millionen konstatieren.
08.05.2026 09:44 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/171589