Das Y-Kollektiv beschäftig sich mit Marathon-Hype und einem Schönheitsdruck.

Die ARD Mediathek baut ihre investigativen und gesellschaftlichen Reportageformate weiter aus. Sowohl das «Y-Kollektiv» als auch «team.recherche» veröffentlichen in den kommenden Wochen mehrere neue Produktionen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. Die Formate sollen jeweils langfristig in der Mediathek verfügbar bleiben.
Den Auftakt macht am 1. Juni die
«Y-Kollektiv»-Reportage „Alle laufen krasser: Der Mega-Hype um Marathon“. Reporter Alex Baur beschäftigt sich darin mit dem Boom extremer Lauf-Events und den Auswirkungen sozialer Medien auf den Breitensport. Für die Recherche trainiert er selbst für seinen ersten Marathon und begleitet unter anderem den Extremsportler Jonas Deichmann bei einem 120-Kilometer-Lauf auf Sardinien. Thematisiert werden auch gesundheitliche Risiken und der zunehmende Leistungsdruck in der Running-Szene. Eine Woche später folgt die BR-Produktion „Ohne Jawline kein Mann? Schönheitsdruck bei Männern“.
Auch
«team.recherche» setzt auf aufwendige Recherchen mit gesellschaftspolitischem Fokus. Ab dem 2. Juni veröffentlicht das Format die Reportage „Models für Epstein“. Die Produktion von NDR und WDR untersucht die Rolle europäischer Modelagenturen und Scouts im Netzwerk des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Laut den Recherchen sollen Modelkarrieren gezielt genutzt worden sein, um junge Frauen in ein System aus Machtmissbrauch und Abhängigkeit zu locken. Die Spurensuche führt unter anderem nach Paris, Prag, Stockholm und ins Baltikum.
Für Ende Juni kündigt der SWR außerdem die Reportage „Die Schattenseiten des neuen Jagd-Hypes“ an. Die Autoren recherchieren undercover in der Jagdszene und gehen Fragen nach Ausbildung, Waffenbesitz und dem Einfluss der Jagdlobby nach. Ausgangspunkt der Recherche ist der Tod eines jungen Jägers, der die Szene erschüttert haben soll. Die Reportage soll ab dem 30. Juni in der ARD Mediathek abrufbar sein.