Kabel Eins schickt «Elsbeth» an den schwierigen Samstagabend

Die zweite Staffel der US-Krimiserie startet Ende Mai mit denkbar schlechten Voraussetzungen.

Kabel Eins übernimmt die US-Serie «Elsbeth: Ein besonderer Fall» und zeigt die zweite Staffel ab dem 23. Mai 2026 jeweils samstags ab 20.15 Uhr in Doppelfolgen. Zum Auftakt setzt der Sender auf die Episoden „Der letzte Vorhang“ und „Spiel mit dem Feuer“. Damit wandert die Serie nach ihrem ersten Free-TV-Einsatz bei Sat.1 nun zu Kabel Eins – allerdings auf einen Sendeplatz, der kaum Hoffnung auf starke Quoten macht.

Die Serie rund um die exzentrische Anwältin Elsbeth Tascioni, die bereits aus «The Good Wife» und «The Good Fight» bekannt ist, konnte schon bei Sat.1 keine nennenswerten Erfolge erzielen. Zwischen November und Dezember 2024 bewegten sich die Reichweiten meist nur zwischen 0,60 und 0,88 Millionen Zuschauern. In der klassischen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lagen die Marktanteile überwiegend zwischen zwei und vier Prozent. Lediglich einzelne Episoden übersprangen knapp die Fünf-Prozent-Marke. Für Sat.1 waren das insgesamt klar unterdurchschnittliche Werte.

Nun versucht Kabel Eins einen Neustart am Samstagabend – einem der schwierigsten Fiction-Sendeplätze im deutschen Privatfernsehen. Gerade US-Krimiserien haben dort seit Jahren kaum noch Chancen auf größere Aufmerksamkeit. Hinzu kommt, dass Kabel Eins traditionell eher auf ältere Zielgruppen setzt und eigenproduzierte Formate oder Spielfilme am Wochenende meist besser funktionieren als importierte Serienware.

Inhaltlich bleibt «Elsbeth» seinem bekannten Konzept treu. Die Titelheldin löst gemeinsam mit Captain Wagner und Officer Kaya Blanke Fälle, bei denen die Täter früh feststehen und vielmehr der Weg zur Überführung im Mittelpunkt steht. Zum Cast gehören weiterhin Carrie Preston, Wendell Pierce und Carra Patterson. Die Auftaktfolgen der zweiten Staffel spielen unter anderem im Opernmilieu sowie im Umfeld eines privaten Raumfahrtprojekts.

"Die zweite Staffel von «Elsbeth» überzeugt über weite Strecken mit klug konstruierten Fällen, einer Hauptfigur, die trotz all ihrer Schrullen nie zur Karikatur verkommt, und einer noch einmal gesteigerten Riege an Gaststars. Besonders der mehrteilige Handlungsstrang um Richter Milton Crawford verleiht der Staffel zusätzliche Tiefe", urteilte Quotenmeter über die zweite Staffel.
07.05.2026 07:06 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/171497