Politische Termine sorgen für einen ungewöhnlichen Sendetermin: Weil der Bundespräsident gewählt wird, bleiben die Stühle am Freitag in den Mainfrankensälen leer.

Die Kultsendung
«Fastnacht in Franken» geht im Jahr 2027 neue Wege: Erstmals seit der Premiere 1987 wird die traditionsreiche Prunksitzung nicht an einem Freitag ausgestrahlt. Stattdessen läuft die Jubiläumsausgabe bereits am Donnerstag, den 28. Januar 2027, live aus den Mainfrankensäle Veitshöchheim.
Die Bundespolitik spielt eine entscheidende Rolle: Für Samstag, den 30. Januar 2027, ist die Wahl des Bundespräsidenten oder vielleicht auch einer Bundespräsidentin angesetzt, bei der zahlreiche politische Vertreter aus Bayern eingebunden sind. Da die Sendung traditionell auch von politischer Prominenz geprägt ist, hätte ein Freitagstermin zu deutlich leereren Reihen geführt.
Für Sitzungspräsident Christoph Maul bedeutet das: Schon einen Tag früher als gewohnt wird der berühmte weiße Frack angelegt. Auch organisatorisch verschiebt sich der Ablauf – die Generalprobe findet bereits am Mittwoch, den 27. Januar, statt. Das Bayerische Rundfunk bestätigte Quotenmeter, dass die Sendung bereits am Donnerstag live ausgestrahlt wird. Von einer Live-on-Tape-Ausstrahlung am Freitag sieht der Sender ab.
In diesem Jahr entschieden sich 2,88 Millionen Menschen ab drei Jahren für das narrische Spektakel, sodass der Sender 12,8 Prozent Marktanteil holte. Bei den jungen Menschen schalteten 0,34 Millionen ein, was zu 7,9 Prozent führte. Noch vor zwei Jahren waren 3,48 Millionen Menschen vor den Fernsehschirmen. Vor zehn Jahren sahen bis zu 4,47 Millionen Zuseher die Live-Übertragung aus dem Ort Veitshöchheim.