Es formierte sich eine Krimi-Konfrontation zwischen ARD und ZDF.

Fortsetzung der Krimi-Serie
«Totenfrau»: In der zweiten Staffel mit sechs Folgen gerät die Figur von Hauptdarstellerin Anna Maria Mühe in einen Sog der Gewalt: Als Jägerin und Gejagte zugleich muss sie das Leben ihrer von Emilia Pieske gespielten Tochter retten. Im ORF lief die zweite Staffel der ORF/Netflix Ko-Produktion bereits ab dem 24. Februar 2025. Am 19. März 2025 wurde diese auch in das Programm von Netflix aufgenommen. Wirkte sich das negativ auf die Quoten aus?
Scheinbar schon: Denn zugeschaltet haben gestern insgesamt für ARD-Verhältnisse ziemlich überschaubare 1,74 Millionen Menschen, die der ersten Folge von Runde zwei einen mau einstelligen Marktanteil von lediglich 9,5 Prozent bescherten. Das ist trotz Zweit-Lizensierung schon eine Enttäuschung, mit der man massiv hinter dem ZDF lag, das ja ebenfalls Krimi-Stoff sendete. In der jüngeren Zuschauergruppe schnitt das Erste zunächst noch im akzeptablen Bereich ab. Hier standen wenigstens mäßige 7,6 Prozent durch 0,19 Millionen zu Papier.
Die nächsten Folgen ließen auf eh schon verhaltenem Niveau dann noch weiter nach. Zunächst auf 1,44 dann auf 1,26 Millionen, ehe für die letzten zwei Episoden nach Tagesthemen und Wort zum Sonntag um 23.30 Uhr bloß 0,81 Millionen übrig blieben. Die Gesamt-Prozente beliefen sich auf einen sehr dürftigen Korridor von 7,4, über 8,6, bis auf 9,8 Prozent nach Mitternacht. Noch weniger vorzeigbar die Resultate bei den Jüngeren: Sie krachten auf 4,4, dann auf 3,2 bis schließlich auf 1,3 Prozent (von 0,13 bis 0,02 Millionen). Möglicherweise hat die jüngere Zuschauergruppe die Serie bereits in der Mediathek gestreamt oder wird dies nachträglich tun - die Auswertung der Programm-Marken wird mehr Aufschluss darüber bringen. Bei den Hauptträgern Netflix und ORF verwies man auf starke Views.

Am Vorabend sah es hingegen viel besser aus für das Erste, denn die Bundesliga-
«Sportschau» bot Fußball-Zusammenfassungen. Teil davon war massiver Abstiegskampf mit Heidenheim, HSV, Werder Bremen und Union Berlin. Diese Vereine triggerten letztlich hohe Einschaltimpulse von 3,15 Millionen beim Gesamtpublikum sowie 0,32 Millionen beim jüngeren Publikum. Einen bärenstarker Marktanteil von insgesamt 24,0 Prozent und sehr gute 19,9 Prozent der Jüngeren brachten sie der Sendung ein.