Neuer «Saarland-Krimi» startet mit verhältnismäßig niedriger Reichweite

Das Debüt der Ermittler performte etwas überraschend deutlich unter dem Niveau sonstiger ARD-Krimis - man verblieb im Drei-Millionen-Bereich.

Gestern (20. April) kam es im Ersten zu einer Krimi-Premiere. Denn bei der Anstalt stand erstmals die Ausstrahlung der neuen Reihe «Der Saarland-Krimi» an, deren Debüt-Fall unter dem Titelzusatz "Bruder, Liebe, Tod" firmierte. Die Hauptrollen übernehmen übrigens Aram Arami und Olga von Luckwald. Konnten sie ein weiteres Erfolgsmodell unter den Krimis bilden?

Blickt man auf die Sehbeteiligung des Premieren-Falls, ergibt sich diesbezüglich ein gemischtes Bild – insgesamt 'nur' 3,79 Millionen zu dennoch klar vorzeigbaren 19,0 Prozent Marktanteil kamen zustande – das sind zwar überdurchschnittliche Zahlen, allerdings verblieb man überraschend deutlich unter der sonst oft angepeilten Fünf-Millionen-Marke. Zumindest mehr als vier Millionen Interessenten wären schon erwartbar gewesen. Ob diese Verfehlung nun mit der übermäßigen Fußball-Konkurrenz, dem schönen Frühlingswetter oder einer inhaltlichen Schwäche zusammenhängt, ist schwer zu eruieren - am wahrscheinlichsten erscheint eine Mischung aus allem. Das jüngere Publikum war indessen in einer ordentlichen Größenordnung von 8,1 Prozent und 0,27 Millionen zugegen.

Später gingen die Comedy/Satire-Formate «extra 3» und «Die Carolin Kebekus Show» auf Sendung. Erstgenannte interessierte wiederum 1,35 Millionen Menschen bei mittelmäßigen 10,5 Prozent Anteil am Gesamtmarkt - das sind verhältnismäßig blasse Zahlen für die sonst klar erfolgreiche Ehring-Show. Von den 14-49-Jährigen waren es immerhin mäßig passable 7,5 Prozent bei 0,19 Millionen - auch hier zeitigten Wetter, Feiertag und Fußball wohl ein paar Auswirkungen. Kebekus musste dann noch deutlich massiver abreißen lassen angesichts 0,60 Millionen gesamt zu schlechten 6,4 Prozent wie 0,09 Millionen Jüngeren zu dürftigen 4,4 Prozent.

Bei der ZDF-Konkurrenz handelte es sich um 20.15 Uhr um die Heimat-Serie «Lena Lorenz». Insgesamt etwas unterlegene 2,97 Millionen Leute des Gesamtpublikums waren dabei und beförderten einen zumindest passablen Marktanteil von 14,9 Prozent zur Anstalt - hier wäre die Drei-Millionen-Hürde sicherlich das angepeilte Mindest-Ziel gewesen. Unterdurchschnittlicher die Lage bei den Jüngeren, die zu durchwachsenen 6,0 Prozent (0,20 Millionen) die Ausstrahlung wählten. Danach hielt sich das «heute journal» bei 2,64 Millionen zu d'accord gehenden 13,7 Prozent. Bei den Jüngeren war sogar eine Steigerung auf 0,32 Millionen und solide 8,7 Prozent drin. Ab 22.15 Uhr kam die Talksendung «Maybrit Illner» lediglich auf ungewohnt einstellige 9,7 Prozent gesamt und überschaubare 6,1 Prozent der Jüngeren. Verantwortlich waren dafür 1,55 sprich 0,19 Millionen. Die Talkerin sendete dann aber auch gegen die heiße Phase des Freiburg-Matches an.
01.05.2026 09:18 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/171374