Rundschau: Mittelmaß für den Mai

Sowohl der Action-Spielfilm «Apex» mit Charlize Theron wie auch «Man on Fire» mit Abdul-Mateen II sind solide Unterhaltung für ein verlängertes Wochenende – mehr aber auch nicht.

«Apex» (seit 24. April bei Netflix)
Um ihrer Trauer zu entkommen, flieht Sasha in die australische Wildnis – und muss sich plötzlich nicht mehr nur der Natur stellen…

Variety: “Die Regeln dieses Spiels sind einfach – töten oder getötet werden, eigentlich – und Regisseur Baltasar Kormákur und Drehbuchautor Jeremy Robbins machen kurzen Prozess damit, sie zu etablieren. Genauso wie sie es mit so ziemlich allem anderen in «Apex» tun, der mit schlanken 95 Minuten auskommt und sich kaum mit dem traumatischen Hintergrund der Protagonistin aufhält, wenn es dringendere Gefahren zu bewältigen gilt. Diese zügige Erzählweise passt gut zu Charlize Therons eigenem knappen, kraftvollen Schauspielstil. “



«Stranger Things: Tales From '85'» (seit 23. April bei Netflix)
Winter. Hawkins. 1985. Willkommen zurück in einer Stadt voller Geheimnisse, in der sich die beliebten Charaktere neuen Rätseln stellen… und nie dagewesenen Kreaturen gegenübersehen.

The Hollywood Reporter: “«Tales From ’85» zeigt kaum Interesse daran, das «Stranger Things»-Boot zu rocken, weder erzählerisch noch tonal oder in irgendeiner anderen Hinsicht. Selbst der Wechsel vom Realfilm zur Animation scheint eher in dem Wunsch begründet zu sein, die Geschichte zu ihren stärkeren frühen Staffeln zurückzuführen, als die Kinder noch wie, nun ja, Kinder aussahen und sich auch so verhielten, als darin, etwas aufzurütteln. “



«Man on Fire» (seit 30. April bei Netflix)
John Creasy, ein ehemaliger Agent einer Spezialeinheit, wird stark von PTBS geplagt. Noch bevor er sein neues Leben in den Griff bekommen kann, muss er wieder in seine alte Rolle schlüpfen und härter kämpfen denn je.

Variety: “Mit einer kraftvollen Darstellung von Abdul-Mateen II als gebrochener Mann, der allein von Loyalität und Rache getrieben wird, ist «Man on Fire» durchaus sehenswert. Die Besetzung ist solide, und die Erzählung ist genauso stichhaltig wie jede andere in diesem Genre. Da die Serie jedoch nie von den Erwartungen abweicht, erreicht sie nie das Niveau, einzigartig oder außergewöhnlich zu sein. Für diejenigen, die einfach nur nach einem typischen Netflix-Marathon suchen, ist die Serie jedoch genau das Richtige.“



«Das Geisterhaus» (seit 29. April bei Amazon)
Die erste spanischsprachige Fernsehadaption basierend auf Isabel Allendes international gefeiertem gleichnamigen Roman ist eine achtteilige Familiensaga. Sie begleitet drei Generationen von Frauen – Clara, Blanca und Alba – über ein halbes Jahrhundert hinweg und erzählt von den Klassenkämpfen, politischen Umwälzungen und der Magie ihres konservativen südamerikanischen Heimatlandes.

Variety: “«Das Geisterhaus» ist außergewöhnlich, nicht nur wegen Allendes eloquenter und zeitloser Erzählkunst, sondern auch wegen der Schauspieler, die diese Figuren so zum Leben erweckt haben, wie sie schon immer dargestellt werden sollten.“



«Hulk Hogan: Real American» (seit 22. April bei Netflix)
Terry Bollea wurde Hulk Hogan. Dieser ungefilterte Dokumentarfilm enthüllt den Mann hinter der Legende in seinem letzten Interview.

The Hollywood Reporter: “«Hulk Hogan: Real American» meistert die einfachen Aspekte von Hulk Hogans Leben und Ruhm recht gut – den beispiellosen Aufstieg und die lange Phase der Stagnation, in der er einer der bekanntesten und möglicherweise beliebtesten Männer der gesamten Popkultur war. Mit einer Fülle von Heimvideoaufnahmen und frühem Wrestling-Material sowie umfassendem Zugang zu Hogan, einschließlich der letzten Interviews, die er vor seinem Tod im Juli 2025 gab, zeichnet der Dokumentarfilm seinen Weg vom übergewichtigen Bassisten Terry Bollea aus Florida zu frühen Wrestling-Persönlichkeiten wie The Super Destroyer, Terry Boulder und The Incredible Hulk Hogan nach.“

01.05.2026 12:14 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/171310