Obwohl die Fernsehshow schon Jahrzehnte auf dem Buckel hat, entscheiden sich wieder vermehrt Fernsehsender für die Ausstrahlung von «Wheel of Fortune».

Im kalifornischen Burbank erblickte im Jahr 1975 die Fernsehshow «Wheel of Fortune» das Licht der Welt, Merv Griffin entwickelte ein sehr langlebiges Konzept für NBC. Seit 1983 läuft das Format auch im Lokalfernsehen der Vereinigten Staaten, zudem ist seit fünf Jahren bei ABC eine Promi-Version im Abendprogramm zu sehen.
Der Lizenzgeber Sony Pictures Television verteilt seit 2020 zahlreiche neue Versionen, etwa bei MBC1 in der arabischen Welt (seit 2022), eine von Graham Norton moderierte Version bei Network 10 in Australien (seit 2024), in Belgien bei VIER (seit 2020), in Dänemark bei TV 2 Charlie (seit 2020) und in Frankreich bei der RTL-Tochter M6 (seit 2025). Die Show mit der Buchstabenwand ist in zahlreichen Ländern ein großer Erfolg, auch die Sat.1-Stiefschwester Canale 5 setzt seit 2024 auf das Format. Gerry Scotti moderiert die Show, die im Abendprogramm läuft. Die Staffel 2024/2025 erreichte im Durchschnitt 3,25 Millionen Zuschauer und fuhr einen Marktanteil von starken 21,2 Prozent ein, die Show läuft dort an sieben Tagen der Woche.
In Deutschland ist die Zukunft von «Glücksrad» weiterhin unklar. Zuletzt verhob sich RTLZWEI an dem Konzept mit einer Retro-Variante, die von Guido Cantz und Sonya Kraus moderiert wurde. Beim früheren Lizenznehmer Sat.1 bestünde im Vorabendprogramm durchaus Handlungsbedarf, weil «Die Landarztpraxis» und «Ein Hof zum Verlieben» nur noch ein kleines Publikum erreichen. Quotenmeter-Redakteur Fabian Riedner hat sich die Experten Julian Schlichting und Frank Brendel eingeladen, um über die deutsche «Glücksrad»-Zukunft zu diskutieren.