Tödliche «GZSZ»-Woche: Mordsmäßige Quoten?

Die Frage war, ob die RTL-Daily durch eine dramatische Wendung auch steigende Zuschauerzahlen verbuchte.

In dieser Woche gab es gravierende Ereignisse bei der RTL-Dailysoap «Gute Zeiten, schlechte Zeiten»: Ein Mordfall ereignete sich im Kiez - und dieser betraf direkt eine der Hauptfiguren, die folglich den Serientod starb. Seine Zuspitzung erreichte diese ungewöhnliche Storyline zur Wochenmitte. Hatte dies Auswirkungen auf das lineare Einschaltverhalten von potenziellen Fans?

Zum Wochenstart kam die Daily gut, aber nicht ungewöhnlich aus den Startlöchern - die Vorboten der Katastrophe zeitigten folglich noch keinen zusätzlichen Anstieg. Die Einschaltzahlen, die sich in der wichtigen Zielgruppe auf 0,42 Millionen taxieren ließen, beliefen sich dennoch auf klar überdurchschnittliche 13,8 Prozent - das war von der Reichweite in etwa gleichzusetzen mit der Leistung vor drei Wochen. Insgesamt sahen 1,50 Millionen Menschen zu immerhin mäßig passablen 7,5 Prozent zu.

Etwas nachgelassen sah es dann am Dienstag aus. Schließlich kam ein kleiner Satz nach unten auf: 0,32 Millionen werberelevante Zuschauende ermöglichten dieses Mal einen Quotenwert von passablen 12,1 Prozent, eine lineare Intensivierung der Einschaltimpulse vor der Mord ließen sich jedoch nicht beobachten. Mit 7,2 Prozent bei 1,39 Millionen sah es beim Gesamtpublikum auch leicht nachgelassen aus.

Richtig relevant wurde es dann zur Wochenmitte, als sich die tödlichen Ereignisse ihre Ausmaße zeitigten. Tatsächlich kletterten die Anteile merklich auf klasse 16,6 Zielgruppen-Prozent (0,45 Millionen), die deutlich über dem aktuellen RTL-Schnitt liegen und einen der besten Marktanteile der letzten Wochen und Monate markierten. Am Gesamtmarkt war auch Bewegung nach oben drin, was sich in klar soliden 9,6 Prozent ob 1,75 Millionen äußerte.

Das Phänomen der Rück-Bewegung kennzeichnete aber nochmal den Donnerstag. An jenem Datum schalteten wieder reduzierte 0,37 Millionen 14-49-Jährige zu, die zu einem dennoch weiter lobenswerten Marktwert von 14,3 Prozent führten. Am Gesamtmarkt war die Sendung an diesem Ausstrahlungstermin mit 8,8 Prozent (1,57 Millionen) auch leicht nachgelassen, aber dennoch über den Norm-Werten der Daily unterwegs - die Nachwehen des Mordes schlugen also zumindest noch etwas durch.

Wieder eine Ecke unauffälliger das Anteils-Feld am Freitag: Die Dimensionen sanken auf passable 12,9 Zielgruppen-Prozent wegen 0,30 Millionen - das liegt ziemlich genau auf dem Durchschnitt des zuletzt von «GZSZ» gewohnten Niveau. Insgesamt waren die Verhältnisse mit 1,52 Millionen zu 8,4 Prozent ebenfalls im passablen Bereich anzusiedeln.

Tatsächlich wies «GZSZ» zur Mitte der Woche den höchsten Zuspruch auf. Dies war in zeitlicher Parallelität mit der erzählerischen Eskalation des Mordes zu sehen. Übergeordnet waren klar erhöhte Anteile zu beobachten, während sich die Reichweiten-Steigerungen auf einem doch recht moderatem Level bewegten. Es ist davon auszugehen, dass viele Fans die Ereignisse auch schon im Streaming vorwegnahmen.
25.04.2026 08:28 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/171159