Netflix verfilmt Fall Marta del Castillo als Miniserie

In Sevilla haben die Dreharbeiten zur fiktionalen Aufarbeitung eines der bekanntesten Kriminalfälle Spaniens begonnen.

Der Streamingdienst Netflix hat den Start der Dreharbeiten zur Miniserie «The Night Marta Disappeared» bekannt gegeben. Die sechsteilige Produktion basiert auf dem realen Fall der 2009 verschwundenen Jugendlichen Marta del Castillo und entsteht aktuell in Sevilla. Die Serie erzählt die Ereignisse rund um das Verschwinden der 17-Jährigen, das Spanien über Jahre hinweg beschäftigte.

Im Mittelpunkt stehen die widersprüchlichen Aussagen des Hauptverdächtigen Miguel Carcaño, mehrere falsche Geständnisse sowie die erfolglose Suche nach dem Leichnam. Trotz juristischer Verurteilungen blieb der Fall für die Familie lange ungeklärt. Besonderes Augenmerk legt die Produktion auf die Perspektive der Angehörigen und deren öffentlichen Kampf um Aufklärung. Zudem beleuchtet die Serie die Rolle der Medien, die den Fall zu einem nationalen Thema machten und maßgeblich zur gesellschaftlichen Debatte beitrugen. Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit der Familie des Opfers.

Hinter dem Projekt stehen die Autoren Ramón Campos, Gema R. Neira, Salvador S. Molina, Curro Serrano und David Orea Arribas. Regie führen Carlos Sedes, Laura Alvea und José Ortuño. In den Hauptrollen sind unter anderem Blanca Portillo, Verónica Sánchez und Paco Tous zu sehen.
26.04.2026 08:16 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/171079