«The Many Lives of Benjaman Kyle»: ID zeigt rätselhaften True-Crime-Fall

Bei der neuen Reality-Dokumentation steht ein Mann im Mittelpunkt, der scheinbar keine Vergangenheit an.

Der US-Sender Investigation Discovery kündigt ein neues, aufsehenerregendes Doku-Event an: «The Many Lives of Benjaman Kyle» beleuchtet die Geschichte eines Mannes ohne Vergangenheit – und entwickelt sich von einem medizinischen Rätsel zu einem düsteren Kriminalthriller. Zum Starttermin am 25. und 26. Mai setzt der True-Crime-Spezialist auf eine zweitägige Ausstrahlung zur Primetime. Jeweils von 21 bis 23 Uhr laufen die Episoden linear im Programm, parallel stehen sie beim Streamingdienst HBO Max zur Verfügung.

Im Mittelpunkt steht ein außergewöhnlicher Fall aus dem Jahr 2004: In einem abgelegenen Teil des US-Bundesstaates Georgia wurde ein nackter und verletzter Mann hinter einem Burger King aufgefunden. Ohne Erinnerung an seine Identität gab er sich selbst den Namen „Benjaman Kyle“. Über Jahre hinweg blieb seine Geschichte ein medizinisches Mysterium, das Fragen nach einer seltenen Form von Amnesie aufwarf.

Erst ein Jahrzehnt später nahm die Geschichte eine neue Wendung. Die Filmemacher Shannon und Eric Evangelista begannen, sich intensiv mit dem Fall zu beschäftigen und Kyle bei der Suche nach seiner Vergangenheit zu unterstützen. Doch je tiefer sie gruben, desto mehr Ungereimtheiten traten zutage. Was zunächst wie ein tragischer Einzelfall wirkte, entwickelte sich zunehmend zu einem komplexen Geflecht aus Lügen und offenen Fragen.

Im Verlauf der Recherchen stoßen die Produzenten auf gleich mehrere ungeklärte Kriminalfälle, die möglicherweise mit Kyle in Verbindung stehen. Besonders brisant: Hinweise deuten auf Kontakte zu einer einflussreichen Verbrecherfamilie aus dem Mittleren Westen der USA hin. Mit jeder neuen Spur verdichtet sich der Verdacht, dass hinter der vermeintlichen Amnesie mehr steckt als zunächst angenommen.

Die Dokumentation beschränkt sich dabei nicht nur auf die Rekonstruktion der Ereignisse, sondern rückt auch die Gefahren der eigenen Recherche in den Fokus. Laut Sender geraten die Filmemacher selbst ins Visier unbekannter Akteure, es kommt zu Drohungen – und die Suche nach der Wahrheit entwickelt sich für Beteiligte zu einem persönlichen Risiko.

25.04.2026 06:09 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/171069