«Let's Dance» bleibt dominant und ist wieder defizitär

Drei Freitage mit «Let's Dance» hat RTL noch vor sich - bisher läuft es gewohnt überzeugend und im Kontext der Konkurrenz sehr gut. Und trotzdem ist der Trend negativ.

Am gestrigen Freitagabend wurde bei RTL wieder getanzt. Die Promis von «Let's Dance» lieferten auf der Mattscheibe ein exzellentes Programm ab, 2,85 Millionen Zuschauer verfolgten die abendfüllte Köln-Show. Aus Sicht der Quote konnte sich RTL auf 16,0 Prozent ausruhen, bei der klassischen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen konnten 0,52 Millionen definiert werden. Das brachte einen prozentualen Anteil von stolzen 16,3 mit sich. Global feiert RTL hiermit die beste Gesamtreichweite und die beste Reichweite bei den 14- bis 49-Jährigen - sobald man die öffentlich-rechtlichen Angebote ausblendet. Wo kommt also das "Aber"?

Das versteckt sich im Detail der zurückliegenden Wochen. Am 29. März musste «Let's Dance» auf den Sonntagabend ausweichen, da RTL den Freitagabend an den DFB-Fußball gab. Das straften die RTL-Zuschauer schlicht ab, 2,60 Millionen Zuschauer boten den bisherigen Tiefpunkt der Staffel, immerhin hielten 0,64 Millionen Umworbende den Wert der Vorwoche. Die Rückkehr auf den Freitag am 10. April lief dann wieder exzellent - es ging hoch auf 2,95 Millionen Zuschauer und 0,66 Millionen Umworbene. Hier wird deutlich, dass dieser positive Comeback-Trend bereits überwunden ist. Mehr noch, in der Zielgruppe war der gestrige Freitag für RTL die schlechteste Leistung der laufenden Staffel, mit Abstand.

Was wohl lediglich den aufmerksamen Zuschauern zudem aufgefallen ist: RTL hat sich gehörig Sendezeit abgespart. Das im Anschluss laufenden Magazin «Exclusiv Spezial - Let's Dance» startete bereits um etwa 23:45 Uhr - so früh wie in der aktuellen Staffel noch nie. Das hatte zur Folge, dass noch 1,89 Millionen Zuschauer zu binden waren - besser lief es für die After-Show bisher in der laufenden Runde nicht. In der Zielgruppe überzeugten zudem 0,36 Millionen Umworbene, was ebenfalls einen Staffel-Bestwert darstellt. Die Quoten lagen bei insgesamt 17,7 Prozent, am Markt der Zielgruppe waren noch 15,9 Prozent möglich.
18.04.2026 13:23 Uhr  •  Felix Maier Kurz-URL: qmde.de/170927