Aussagen, die auf einen Aderlass bei der «:newstime» hindeuteten, waren wohl falsch übermittelt worden.
In einigen Berichten wurden scheinbare Aussagen von ProSiebenSat.1-CEO Marco Giordani bei einer Konferenz der Landesmedienanstalten in Berlin nicht gänzlich korrekt wiedergegeben und missverständlich interpretiert. Unter anderem war die Rede davon, dass man die News "umbauen" werde. Die reinen Nachrichten kämen dann vielleicht "etwas kälter, steriler" daher – und mit "weniger menschlicher Beteiligung". Man werde "Mittel abziehen, aber gleichzeitig in Infotainment investieren". Schlussfolgerungen daraus gingen von der Tendenz also Richtung Aderlass bei der «:newstime».
Erstrecken würde sich die Tätigkeit der Redaktionsmitglieder übrigens auch auf Reportage, Doku- und Infotainment-Formate der beiden Sender ProSieben und Sat.1 wie Ronzheimer, Zervakis und Jenke von Wilmsdorff. Tätig ist demnach eine zentralisierte Redaktion, die auch für diese Marken mit eingesetzt werden kann. In diesem Kontext besteht laut Senderseite die realistische Perspektive, dass die genannten Reportage-Gesichter trotz teils magerer Quoten auch zukünftig weiter zu sehen sein werden - sie spielen in den Planungen des Medienkonzerns offenbar weiterhin eine signifikante Rolle.