RTL will die eigenen Trash-Taktiken decodieren - es muss sich zeigen, wie ungemütlich es sich das Medienunternehmen tatsächlich selbst machen will. Hinter dem Projekt steht Zeitsprung Pictures.

Neue Sendung im Streaming bei RTL+: Mit
«Shit Show - Welcome to Reality» nimmt die für viele Realitys bekannte Plattform ab sofort die eigene Formel auseinander. Die neue achtteilige Mockumentary will laut Senderangaben den Maschinenraum zu einer (fiktiven) Dating-Show öffnen, und zeigen, dass das wahre Chaos nicht am Kandidaten-Pool, sondern hinter der Kamera herrscht. Zum Auftakt stehen bereits ab jetzt vier Folgen auf RTL+ bereit, die weiteren vier Episoden folgen am 23. April. Wie hart das Format mit Branchenmechanismen ins Gericht geht und wie dezidiert ambivalente Behind-The-Scenes-Phänomene wirklich aufgedeckt werden, muss sich von außen betrachtet natürlich erst noch zeigen...
Im Zentrum steht jedenfalls die fiktive Dating-Show "Toxic Attraction". Einst ein Quoten-Garant, steht das Format nach zehn Staffeln kurz vor dem Aus. Die Lösung: maximale Transparenz. Ein Doku-Team darf den Produktionsalltag begleiten und den Blick hinter die Kulissen freigeben. Doch hinter der Kamera von "Toxic Attraction" arbeitet kein Hochglanz-Apparat, sondern ein dysfunktionaler Sauhaufen: gescheiterte Existenzen, desillusionierte Zyniker, exzentrische Egomanen und ein paar ganz arme Würstchen und Taugenichtse. Schnell wird klar: Hinter der Kamera geht es bei dieser (fiktiven) Reality-TV-Show noch desaströser zu als vor der Kamera - so wird die Prämisse selbst vom Sender umschrieben.
Im Endeffekt nimmt die Sendung sich RTL zufolge vor, reale Produktionsabläufe des Reality-TV aufzuzeigen und diese 'gnadenlos' zu überspitzen. Gelabelt wird es als selbstironische Hommage an das Genre, die sich an Fans von «Are You the One?», «Temptation Island» oder «Ex on the Beach» und andere Trash-Marken richtet.
In den Hauptrollen der Zeitsprung Pictures-Produktion spielen Matthias Weidenhöfer («Push»), Açelya Sezer («Zeit Verbrechen»), Charles Booz Jakob («KEKs»), Nico Stank («Alphamännchen»), Sebastian Jakob Doppelbauer («Tschappel»), Jovana Jovic (@joyyy_tv, «Euphorie»), Jörg Westphal («Achtsam Morden»), TV-Moderatorin Jeannine Michaelsen, Cristina do Rego («Ghosts»/«Pastewka») sowie Martin Semmelrogge und Frederik von Lüttichau («Achtsam Morden»).