Quotencheck: «Reeperbahn privat!»

Die Dokusoap bleibt eine beständige Marke für RTLZWEI – Raum für Optimierungen ist trotzdem erkennbar.

Seit 2016 ist die Doku-Reihe «Reeperbahn privat!» im Programm des Senders RTLZWEI vertreten. Mit der nun ausgestrahlten neunten Staffel knackte man die Marke von 50 Folgen. Zwischen Februar und März 2026 wurden frische Folgen am Donnerstag-Abend ausgestrahlt. Konnten die insgesamt sieben 90-minütigen Ausgaben noch überzeugen?

Dass es zumindest passabel zugehen würde, zeigte sich zunächst in der Auftaktwoche am 12. Februar an dem 0,25 Millionen Leute aus der Zielgruppe einschalteten und einen überdurchschnittlichen Anteil in Höhe 5,3 Prozent. Schwächer sah es beim älteren Publikum aus, welches nur auf Zahlen von 2,2 Prozent kam, bei Reichweiten von 0,52 Millionen.

Ein paar Verluste mussten dann in Woche zwei verdaut werden: Die Zielgruppen-Reichweite des Abends brachte 0,19 Millionen, die den Anteil auf mäßig durchwachsene 4,0 Prozent setzten. Doch es kam eine Aufwärtsbewegung sieben Tage später zurück, als ordentliche 5,1 Prozent durch 0,23 Millionen aufkamen. Am Gesamtmarkt verharrte man bei mageren 2,1 Prozent durch und 0,49 Millionen.

Weitere Steigerungen waren am 5. März möglich, als sich die Kiez-Dokusoap auf gelungene 6,1 Prozent bei den 14-49-Jährigen steigern konnte, was 0,26 Millionen Zusehenden in dieser Altersklasse entsprach – eine Einschaltquote, die dem Staffelbestwert entsprach. Beim Gesamtpublikum bedeuteten die ausgewiesenen 0,55 Millionen Zuschauenden zwar einen kleinen Anstieg, der sich ob 2,4 Prozent Marktanteil aber auf begrenztem Level bewegte.

Die beiden vorletzten Wochen hielten sich mit Bezug zu den werberelevanten Zuschauenden recht passabel bei jeweils 0,23 Millionen und Marktanteilen von 5,2 beziehungsweise 5,3 Prozent. Ärgerlich aus Sicht der Verantwortlichen, dass ausgerechnet zum Abschluss-Termin am 26. März nochmal ein Einbruch erfolgte, der auf Negativ-Reichweiten in Höhe nur noch 0,17 Millionen runterging bei einem mittelprächtigen Anteil von 4,1 Prozent der 14-49-Jährigen. Insgesamt rutschte die Sendung wegen 0,42 Millionen sogar in die Ein-Prozent-Zone (1,8 Prozent).

Im Resümee sind Durchschnittszahlen von annehmbar passablen 5,0 Prozent (0,22 Millionen) bei den Jüngeren sowie klar schwachen 2,1 Prozent (0,49 Millionen) bei den Älteren zu nennen. In der Konsequenz bleibt das Fazit, dass RTLZWEI damit noch d'accord gehen kann, weil man sich zumindest noch eine Ecke über dem inzwischen ziemlich niedrigen Senderschnitt bewegte. Verlässlich ist die Produktion für den Sender in unruhigen Zeiten des linearen TV auch deshalb, weil die Staffelperformance im Vergleich zum Vorjahr sehr beständig ausfiel. Auf der anderen Seite kann man dennoch Luft nach oben attestieren – über häufigere Spitzen um sechs Prozent würde der Kanal sich sicherlich freuen.
17.04.2026 12:00 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/170903