Die Zahlen für das erste Quartal sind hervorragend, das Unternehmen präsentiert sich in Topform. Netflix-Gründer Reed Hastings kündigt seinen Abgang an.

Der aus Los Gatos stammende Streamingdienst legte am Donnerstag die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. In den Monaten Januar, Februar und März setzte das Unternehmen 12,25 Milliarden US-Dollar um; im Vorjahreszeitraum waren es 10,54 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 16,2 Prozent. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen kletterte von 3,213 auf 6,547 Milliarden US-Dollar und das Nettoeinkommen wuchs von 2,890 auf 5,283 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahresquartal wuchs das Unternehmen somit um über 80 Prozent. Die Steuern stiegen von 0,323 auf 1,264 Milliarden US-Dollar.
Der Umsatz in Nordamerika stieg binnen eines Jahres um 14 Prozent auf 5,245 Milliarden US-Dollar; in den Monaten Januar, Februar und März 2025 wurden 4,617 Milliarden US-Dollar verbucht. In Europa und Afrika wuchs das Unternehmen von 3,405 auf 3,998 Milliarden US-Dollar – ein Wachstum von 17 Prozent. In Latein- und Südamerika stieg der Umsatz von 1,262 auf 1,497 Milliarden US-Dollar und in Asien und Ozeanien von 1,259 auf 1,509 Milliarden US-Dollar.
Netflix teilte mit, dass sich das Werbe-Abo (in den USA für 8,99 US-Dollar erhältlich) weiterhin großer Beliebtheit erfreut und über 60 Prozent aller Neuanmeldungen im ersten Quartal in den Ländern ausmacht, in denen Werbung angeboten wird. Mittlerweile hat das Unternehmen über 4.000 Werbepartner und hofft, im laufenden Jahr einen Werbeumsatz von drei Milliarden US-Dollar zu erzielen. Im Jahr 2025 wurden damit 1,5 Milliarden US-Dollar eingespielt. Die Bruttoverschuldung von Netflix beträgt derzeit 14,4 Milliarden US-Dollar, den liquiden Mitteln von 12,3 Milliarden US-Dollar gegenüber. Die Nettoverschuldung liegt aktuell bei 2,125 Milliarden US-Dollar.
Netflix-Gründer Reed Hastings kündigte an, dass er sich bei Ablauf seiner derzeitigen Amtszeit auf der Jahreshauptversammlung im Juni nicht zur Wiederwahl in den Vorstand stellen werde, um sich auf seine philanthropischen Aktivitäten und andere Vorhaben zu konzentrieren. Hastings sagte: „Netflix hat mein Leben in vielerlei Hinsicht verändert, und meine schönste Erinnerung überhaupt ist der Januar 2016, als wir es fast dem gesamten Planeten ermöglichten, unseren Dienst zu genießen. Mein eigentlicher Beitrag bei Netflix war keine einzelne Entscheidung, sondern der Fokus auf die Zufriedenheit der Mitglieder, der Aufbau einer Kultur, die andere übernehmen und weiterentwickeln können, sowie der Aufbau eines Unternehmens, das von den Mitgliedern geliebt wird und über Generationen hinweg äußerst erfolgreich sein wird. Ein besonderer Dank gilt Greg und Ted, deren Engagement für die Größe von Netflix so stark ist, dass ich mich nun auf neue Dinge konzentrieren kann.“
Ted Sarandos, Co-CEO von Netflix, sagte: „Reed war für mich persönlich und beruflich eine einzigartige Inspirationsquelle, seit wir uns 1999 kennengelernt haben. Ich hatte das Privileg, für einen wahren Geschichtsschreiber zu arbeiten und an seiner Seite zu stehen, und ich freue mich darauf, all das zu bestaunen, was er als Nächstes tun wird. Er hat Greg und mir einen selbstlosen, disziplinierten Führungsstil vorgelebt, der auch weiterhin prägend dafür sein wird, wie wir Netflix in den spannenden Zeiten, die vor uns liegen, führen werden.“