Histoire TV hat NS-Verbrechen im Fokus

Neben einem Blick auf die Verhaftungswelle der jüdischen Menschen in Frankreich steht das „weiße Gold“ im Mittelpunkt.

Der französische Doku-Sender Histoire TV baut sein Programm im Mai mit einer Reihe historischer und politischer Produktionen aus. Den Auftakt macht am Sonntag, den 10. Mai, ab 20:50 Uhr die zweiteilige Dokumentation «Le sucre, pour la douceur et pour le pire», die sich mit der globalen Geschichte des Zuckers beschäftigt. Die von Mathilde Damoisel inszenierte Produktion zeichnet nach, wie Zucker über Jahrhunderte hinweg Kolonialismus, Sklaverei und wirtschaftliche Ausbeutung geprägt hat. Von Afrika über die Karibik bis nach Europa beleuchtet der Zweiteiler die Rolle des sogenannten „weißen Goldes“ als Motor für Macht, Reichtum und Unterdrückung. Im Anschluss an die beiden Episoden zeigt der Sender um 22:40 Uhr die Dokumentation «Congo-Océan: Un chemin de fer et de sang».

Am Mittwoch, den 13. Mai, folgt um 20:50 Uhr die geopolitische Analyse «Chine, la nouvelle menace». Die Produktion thematisiert die Spannungen zwischen den USA und China, insbesondere vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Konflikte, militärischer Ambitionen und aktueller politischer Entwicklungen. Ergänzt wird der Themenabend durch weitere Dokumentationen wie «Le siècle de l’Asie – La mort de Mao» und «Comment pouvait-on être maoïste en France?».

Zum Abschluss der Programmoffensive steht am Donnerstag, den 14. Mai, ein historischer Jahrestag im Mittelpunkt: Mit «1941, les secrets de la rafle du billet vert» erinnert Histoire TV ab 20:50 Uhr an die erste große Verhaftungswelle jüdischer Menschen in Frankreich während des Zweiten Weltkriegs. Die Dokumentation stützt sich auf neu entdecktes Bildmaterial und beleuchtet die Ereignisse rund um die sogenannte „Rafle du billet vert“. Im Anschluss folgt die Doku «La rafle du Vel d’Hiv», die das Thema weiter vertieft.
17.04.2026 00:23 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/170863