Der ausgezeichnete Dokumentarfilm kehrt Anfang Mai bei RTLZWEI zurück, obwohl die Erstausstrahlung kaum Publikum fand.

Der Sender RTLZWEI setzt am Samstag, 2. Mai, um 22:20 Uhr erneut auf die zweiteilige Dokumentation
«Hass. Hetze. Hoffnung.» und zeigt das Format parallel auch beim Streamingdienst RTL+. Der Film wurde 2026 in der Kategorie „Information & Kultur“ mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet und beleuchtet antiasiatischen Rassismus in Deutschland.
Im Zentrum steht der Mord an der chinesischen Studentin Li Yángjié im Jahr 2016 in Dessau. Die Dokumentation rekonstruiert die Ereignisse und geht der Frage nach, welche Rolle gesellschaftliche Vorurteile – insbesondere gegenüber asiatischen Frauen – bei der öffentlichen Wahrnehmung des Falls spielten. Darüber hinaus werden strukturelle Formen von Alltagsrassismus thematisiert, die weit über den Einzelfall hinausreichen.
Der zweite Teil richtet den Blick auf die Lebensrealität asiatisch gelesener Menschen in Deutschland. Betroffene, Aktivisten und Wissenschaftler schildern Erfahrungen zwischen subtiler Diskriminierung und offener Gewalt. Besonders die Corona-Pandemie habe bestehende Ressentiments verstärkt sichtbar gemacht. Gleichzeitig zeigt der Film auch Wege der Selbstermächtigung und gesellschaftlichen Auseinandersetzung auf.
Trotz der inhaltlichen Relevanz und der späteren Auszeichnung verlief die lineare Premiere im März 2025 enttäuschend. Die erste Folge erreichte lediglich 0,19 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 0,8 Prozent beim Gesamtpublikum, in der Zielgruppe wurden 0,10 Millionen sowie 2,3 Prozent gemessen. Noch schwächer fiel die zweite Episode aus, die auf 0,11 Millionen Zuschauer und 0,5 Prozent Marktanteil kam, bei den 14- bis 49-Jährigen waren es 0,06 Millionen und 1,3 Prozent. Damit blieb die Doku deutlich hinter den üblichen Erwartungen des Senders zurück.