16 Prozent der Belegschaft betroffen, der Sparkurs soll Profitabilität beschleunigen.

Der Snapchat-Mutterkonzern Snap Inc. hat einen massiven Stellenabbau angekündigt: Rund 1.000 Arbeitsplätze werden gestrichen, was etwa 16 Prozent der gesamten Belegschaft entspricht. Zusätzlich werden mehr als 300 offene Stellen nicht mehr besetzt. Das teilte CEO Evan Spiegel in einem internen Schreiben mit. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Restrukturierung, mit der Snap seine Kostenbasis deutlich senken und schneller den Weg in die Profitabilität finden will. Laut Unternehmensangaben sollen die Einsparungen ab der zweiten Hälfte des Jahres 2026 jährlich mehr als 500 Millionen US-Dollar betragen.
Eine zentrale Rolle bei der Neuausrichtung spielt Künstliche Intelligenz. Spiegel betonte, dass „rasante Fortschritte“ im Bereich der KI es kleineren Teams ermöglichen, effizienter zu arbeiten. Bereits jetzt würden interne Projekte – etwa rund um Snapchat+, die Werbeplattform oder die Infrastruktur von Snap Lite – von KI-gestützten Prozessen profitieren.
Auch finanziell zeigt sich das Unternehmen zuletzt stabiler: Für das erste Quartal 2026 erwartet Snap einen Umsatz von rund 1,53 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das bereinigte EBITDA soll sich mit 233 Millionen US-Dollar mehr als verdoppeln (Q1 2025: 108 Millionen). Die vollständigen Zahlen will der Konzern am 6. Mai vorlegen. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt Snap noch in der Verlustzone: Im Gesamtjahr 2025 lag der Nettoverlust bei 460 Millionen US-Dollar – immerhin deutlich weniger als die 698 Millionen im Jahr zuvor.