Kabel Eins lag an letzter Stelle deutlich hinter Kinder-Kanälen - eine Bankrotterklärung.

Zumindest bei den Älteren ganz vorn lag
«Helen Dorn»: Die höchsten Samstagszahlen beim Gesamtpublikum fuhr er also ein, der Krimi mit dem Untertitel „Verdammte Familie“, welcher ab 20.15 Uhr auf erfreuliche 21,5 Prozent bei insgesamt 4,73 Millionen kam - eine Leistung, die den Primetime-Sieg ermöglichte. Bei den 14-49-Jährigen konnte der Krimi nicht gut performen, hier waren schlechte 4,8 Prozent bei einer dazugehörigen Reichweite von 0,17 Millionen drin.
Das Erste fuhr gestern dagegen eine neue Folge der Show
«Wer weiß denn sowas XXL» auf und sicherte damit einen guten Platz zwei beim Gesamtpublikum. Die Unterhaltungsshow kam auf einen Anteil von schönen 20,0 Prozent, die Reichweite blieb mit 4,02 Millionen aber hinter der Mainzer Anstalt. Bei den Jüngeren lag die Programmierung hingegen ganz vorne, weil absolut heitere 13,4 Prozent (0,48 Millionen) heraussprangen. Verpasst wurde der Sieg bei den Jüngeren derweil von RTL. Dort lief die Castingshow
«Deutschland sucht den Superstar» aber zumindest noch auf einem passablen Niveau und wies 11,7 Zielgruppen-Prozent durch 0,42 Millionen auf. Insgesamt sahen den Gesangs-Abend 1,55 Millionen zu annehmbar mäßigen 7,4 Prozent.
«Schlag den Star» bei ProSieben konnte da nicht mithalten und verharrte enttäuschender Weise in der Einstelligkeit. Für das aktuelle Duell setzte es bloß eine Reichweite von 0,27 Millionen Werberelevanten, die die Relationen nur auf ausbaufähige 8,9 Prozent brachten. Insgesamt liefs für die Programmierung im Angesicht 0,85 Millionen zu 5,4 gerade noch annehmbar für eigene Verhältnisse. ProSieben hielt sich zum schwachen Trost wenigstens noch vor Sat.1, wo die Free-TV-Premiere des Fantasy-Streifens
«IF: Imaginäre Freunde» lief. Auf für den Kanal blassem Level von 5,5 Zielgruppen-Prozent durch 0,20 Millionen bewegte sich das Werk. Insgesamt lediglich 0,64 Millionen zu sehr mageren 3,0 Prozent fühlten sich angesprochen. Bei den Jüngeren lag man damit noch hinter Super RTL, wo
«Asterix der Gallier» auf 6,1 Prozent durch 0,22 Millionen gelangte.
Damit performte der Spartenkanal sogar besser als RTLZWEI, das aber ebenfalls noch recht zufriedenstellend abschnitt. Denn der Zuspruch für
«Die Entführung der U-Bahn Pelham 123» fiel vertretbar aus, weil der Anteil sich auf d'accord gehende 5,1 Prozent durch 0,19 Millionen in der Zielgruppe bewegte. Insgesamt waren lediglich 0,48 Millionen und schmale 2,2 Prozent zugegen. Die rote Kugel schnitt mit der Agenten-Wiederholung
«James Bond 007 - Leben und sterben lassen» dürftig ab. Jene mobilisierte nur 4,4 Zielgruppen-Prozent zu 0,16 Millionen. Am Gesamtmarkt 0,70 Millionen zu blassen 3,3 Prozent waren dabei. Bezüglich der 14-49-Jährigen war man mit der Leistung auf Augenhöhe zu Nitro, wo das Match Darmstadt-Hannover in der
«2. Bundesliga» für Nischenverhältnisse mit Halbzeit eins respektable 4,4 Prozent und 0,16 Millionen rausholte, später dann aber auf 2,9 Prozent durch 0,11 Millionen sank. Ebenfalls auf gleicher Flughöhe der Disney Channel, der mit
«Die Monster AG» löbliche 4,5 Prozent durch gleichfalls 0,16 Millionen Jüngere einfuhr.
Mit großem Abstand letzter wurde vor diesem Hintergrund Kabel Eins mit
«FBI: Special Crime Unit». Mit Folge eins extrem desolate 1,4 Zielgruppen-Prozent (0,05 Millionen) standen auf dem Tableau, anschließend bloß leicht gestiegene 2,8 Prozent wegen 0,11 Millionen, die natürlich dennoch ein einziges Trauerspiel markierten. Gesamt maximal 0,47 Millionen und 2,2 Prozent verfolgten die Crime-Geschichten, nachdem zuvor gar nur 1,9 Prozent ausgewiesen wurden. Die Tatsache, dass das Vollprogramm samstags inzwischen schon massiv hinter Kindersender zurückfällt, ist eine Bankrotterklärung.