Neue Produktionen beleuchten sexualisierte Gewalt, digitale Ausbeutung und die Risiken moderner Technologien.

Das
«Y-Kollektiv», produziert von Radio Bremen und MDR, liefert ab dem 11. Mai wieder regelmäßig montags neue Reportagen. Den Auftakt macht die Folge „Filter für Klicks: Sexuelle Ausbeutung von Frauen mit geistiger Beeinträchtigung“. Darin geht Reporterin Caro von der Groeben einem besorgniserregenden Trend nach: Mithilfe von KI-Filtern werden Menschen mit Down-Syndrom in sozialen Netzwerken millionenfach in sexualisierten Kontexten dargestellt. Die Recherche beleuchtet nicht nur die Funktionsweise dieser Filter, sondern vor allem die realen Folgen für Betroffene, die sowohl online als auch im Alltag mit sexualisierter Ausbeutung konfrontiert sind. Gespräche mit betroffenen Frauen geben Einblicke in eine Thematik, die lange im Verborgenen blieb und nun durch digitale Entwicklungen neue Aufmerksamkeit erhält.
Ergänzt wird das Angebot durch die 30-minütige Dokumentation
«team.recherche» mit „HEIMLICH gefilmt – die Gefahren von Smart Glasses & Co“, die ab dem 13. Mai abrufbar ist. Die Produktion des SWR untersucht die Risiken moderner Wearables, insbesondere von Smart Glasses, die unauffällig Videoaufnahmen ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen Fälle, in denen Frauen in intimen Situationen – etwa in Saunen – heimlich gefilmt und die Aufnahmen anschließend im Internet verbreitet wurden.
Die Recherche führt dabei auch in die USA, wo entsprechende Technologien bereits stärker verbreitet sind und teilweise gezielt zur Erstellung von Online-Inhalten genutzt werden. Die Dokumentation analysiert die rechtlichen Grauzonen, die gesellschaftlichen Folgen sowie die Frage, inwieweit Politik und Gesetzgebung auf diese Entwicklung vorbereitet sind. Gleichzeitig wird deutlich, wie stark sich die Kontrolle über die eigene Privatsphäre durch technologische Innovationen verschiebt.