«Am Puls» fragt nach Missbrauch und Grenzen

Sarah Tacke geht der Frage nach, wie gerecht und wirksam das Bürgergeld-System ist.

Das ZDF zeigt an Christi Himmelfahrt, den 14. Mai um 22:15 Uhr die Sendung «Am Puls mit Sarah Tacke» zum Thema Bürgergeld. Die Dokumentation von Maik Gizinski und Sarah Tacke beleuchtet ein politisch wie gesellschaftlich brisantes Thema und ist am selben Abend im Streaming verfügbar. Im Zentrum steht das Bürgergeld, das von Millionen Menschen in Deutschland bezogen wird – während gleichzeitig vielerorts Arbeitskräfte fehlen.

Die Reportage fragt, ob das System an strukturellen Problemen leidet oder gezielt ausgenutzt wird. Dabei begleitet Tacke Mitarbeitende in Jobcentern, die versuchen, Leistungsbezieher wieder in Arbeit zu bringen, und stößt zugleich auf Kritik an bürokratischen Hürden und ineffizienten Abläufen.

Auch problematische Einzelfälle werden thematisiert: So kommt etwa ein Mann zu Wort, der offen zugibt, das System seit Jahrzehnten auszunutzen. Gleichzeitig zeigt die Doku aber auch Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind und ohne staatliche Hilfe nicht auskommen würden. Damit zeichnet der Film ein vielschichtiges Bild zwischen berechtigtem Bedarf und möglichem Missbrauch. Darüber hinaus richtet «Am Puls» den Blick auf politische und gesellschaftliche Konsequenzen. Diskutiert werden mögliche Sanktionen, neue Maßnahmen zur Arbeitsvermittlung sowie internationale Beispiele, etwa aus Italien.
05.04.2026 07:43 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/170450