Die Wette auf die gestrige Freitags-Leistung von Kabel dürfte wohl niemand gehalten haben.

Bekanntermaßen verbrennt sich Kabel Eins seit Jahresbeginn mit dem Versuch, die Freitags-Primetime mit True-Crime-Formaten zu füllen, vollends die Finger. Quoten unter 2 Prozent sind an der Tagesordnung, in der Zielgruppe reicht es maximal zu knapp über 3 Prozent. Für die beste Sendzeit des Tages ist das schlichtweg nicht gut. Nach «Uwe Ochsenknecht präsentiert: die 7 Todsünden» kam «Weiblich. Tödlich. Sisters in Crime» und im dritten Anlauf versucht sich
«Mord im Dorf». Das lief zum Auftakt mit 0,40 Millionen Zuschauern und nur 0,06 Millionen Umworbenen - wie schon die zuvor genannten Formate in den Vorwochen - schlecht. Und jetzt auch noch «RTL Fußball» als Konkurrenz mit dem DFB im Angebot - das muss ein Debakel werden. Oder?
Falsch! Tatsächlich steigerte sich die zweite Ausgabe
«Mord im Dorf» auf 0,53 Millionen Zuschauer und damit auf eine Gesamtquote von 2,3 Prozent. Das ist kurzum die beste True-Crime-Freitags-Primetime für Kabel Eins im gesamten Jahr! Und der Erfolgszug wollte vor der Zielgruppe nicht Halt machen. Mit 0,14 Millionen Umworbenen wiederholt der Classics-Sender die bisherige True-Crime-Bestleistung vom 23. Januar - damals wie auch gestern markieren 3,3 Prozent am entsprechenden Markt die Jahresbestleistung.
Im direkten Anschluss ging es zudem in die zweite Folge von
«Serienmörder - Das Böse unter uns». Ab 22:20 Uhr blieb die Reichweite bei noch 0,48 Millionen Zuschauern und die werberelevante Gruppe bei 0,13 Millionen. Das sind beides Steigerungen im Vergleich zur ersten Ausgabe (0,46 Millionen / 0,11 Millionen). Die Quoten ließen den Primetime-Abend mit 2,8 und 3,5 Prozent damit recht ordentlich auslaufen.