Eine neue «Terra X»-Dokumentation zeigt, wie alte Naturkenntnisse heute wiederentdeckt werden – von Bananenblättern als Verpackung bis zu vergessenen Heilpflanzen.

Am Sonntag, 19. April 2026, widmet sich das ZDF um 19.30 Uhr in
«Terra X» „Vergessenes Wissen – Die Schätze der Natur“ den Ideen und Erkenntnissen vergangener Generationen. Der Film von Cristina Trebbi und Susanne Utzt zeigt, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler alte Techniken und Naturstoffe neu entdecken, um Lösungen für aktuelle Probleme zu finden. Bereits ab dem 15. April 2026 ist die Dokumentation in der ZDFmediathek verfügbar, wo sie bis April 2036 abrufbar bleibt.
Im Mittelpunkt stehen Beispiele aus verschiedenen Teilen der Welt, die zeigen, wie wertvoll traditionelles Wissen sein kann. In Indien etwa werden Bananenblätter wieder als umweltfreundliche Verpackung genutzt – eine einfache Alternative zu Plastik. Auch in Europa greifen Forschende auf historische Quellen zurück: Alte Heilkräuter aus deutschen Wäldern und das Harz der sizilianischen Manna-Esche rücken erneut in den Fokus moderner Medizin.
Ein weiteres Thema der Dokumentation ist die Frage nach nachhaltiger Ernährung. Prähistorische Funde aus Schottland belegen, dass Algen schon in der Steinzeit regelmäßig auf dem Speiseplan standen. Heute greift eine Fischerstochter auf den norwegischen Lofoten diese Idee wieder auf und beginnt selbst mit der Algenproduktion, um der Überfischung entgegenzuwirken. Damit knüpft sie an eine Tradition an, die über Jahrtausende fast in Vergessenheit geraten war.
Auch das sogenannte Manna erlebt auf Sizilien eine Renaissance. Das süße Harz der Manna-Esche wurde über Jahrhunderte als gesundheitsförderndes Naturprodukt geschätzt und galt lange Zeit als eine Art Superfood. Nachdem das Wissen darüber beinahe verloren gegangen wäre, beleben lokale Landwirte die Produktion wieder. Gleichzeitig untersuchen Biochemiker die Inhaltsstoffe und versuchen, das pharmakologische Potenzial des Naturprodukts wissenschaftlich zu erklären.