Der Pay-TV-Anbieter baut sein „All-in-one“-Modell weiter aus und setzt stärker auf Plattform-Bündelung.

Das britische Sky treibt seine Strategie als zentraler Entertainment-Anbieter weiter voran und integriert seit dem 17. März 2026 den Streamingdienst Disney+ in ausgewählte TV-Abonnements. Millionen Kunden erhalten damit Zugriff auf das werbefinanzierte Standard-Modell ohne zusätzliche Kosten beziehungsweise mit entsprechendem Preisvorteil, während auch Upgrades auf höherwertige Varianten möglich bleiben. Der Schritt ist Teil einer größeren Neuausrichtung des Unternehmens, das bereits im Februar angekündigt hatte, künftig mehrere große Streamingplattformen in einem einzigen Angebot zu bündeln und damit eine möglichst einfache, integrierte Nutzererfahrung zu schaffen.
Im Zentrum dieser Strategie steht ein umfassendes Paket, das neben Disney+ auch Netflix sowie perspektivisch HBO Max und Hayu umfasst. Zusammen ergibt sich laut Sky ein monatlicher Gegenwert von über 20 Pfund, während das Gesamtangebot unter dem Namen „Sky Ultimate TV“ bereits ab 24 Pfund pro Monat verfügbar ist. Für die Kunden bedeutet das vor allem eine Vereinfachung des zunehmend fragmentierten Streamingmarktes, in dem Inhalte bislang über zahlreiche Einzelabos verteilt sind. Sky positioniert sich damit klar als sogenannter Aggregator, der verschiedene Plattformen unter einer Oberfläche vereint und damit sowohl preislich als auch funktional einen Wettbewerbsvorteil schaffen will.
Inhaltlich erweitert sich das Angebot deutlich: Über Disney+ erhalten Sky-Kunden Zugriff auf ein breites Portfolio aus Marken wie Disney, Pixar, Marvel, Star Wars, National Geographic sowie Inhalten von FX und Hulu. Zu den aktuell hervorgehobenen Titeln zählen Serien wie «The Bear», «Andor» oder «Rivals» ebenso wie große Filmproduktionen à la «Zootropolis 2» oder «The Fantastic Four: First Steps». Ergänzt wird das Ganze durch einen neuen linearen Sender, den „Disney+ Cinema Channel“, der ausgewählte Filme aus dem Streamingdienst kuratiert im klassischen TV-Programm ausspielt. Damit setzt Sky gezielt auf eine Hybridstrategie, die lineares Fernsehen und Streaming enger miteinander verzahnt.
Auch technisch ist die Integration tief im Sky-Ökosystem verankert. Nutzer von Sky Glass, Sky Stream oder Sky Q können Disney+ direkt über die Benutzeroberfläche aufrufen oder per Sprachbefehl aktivieren. Bestehende Disney+-Abonnements lassen sich problemlos übertragen, inklusive Profileinstellungen und Sehverlauf. Darüber hinaus plant Sky, ausgewählte Inhalte aus dem Disney+-Katalog auch auf klassischen Sendern wie Sky Atlantic oder Sky Witness auszustrahlen, wodurch die Grenzen zwischen linearer und non-linearer Nutzung weiter verschwimmen.