Von Maultieren im Hochgebirge über Minensuchratten bis zu militärisch eingesetzten Delfinen: Der Sender zeigt Tiere im Krieg.

Die Dokumentation
«Tiere im Krieg – Spione, Boten und Kämpfer» läuft am Sonntag, 12. April 2026, um 23.45 Uhr im ZDF und ist bereits ab dem 11. April 2026 um 05.00 Uhr im Streaming abrufbar. Der Film zeichnet nach, wie Tiere seit Jahrhunderten militärische Konflikte begleiten – als Lastenträger, Lebensretter, Spürnasen oder unfreiwillige Testobjekte.
Ein aktuelles Beispiel liefert die Tragtierkompanie der Bundeswehr in Bad Reichenhall. Dort werden Maultiere und Esel eingesetzt, wenn Fahrzeuge im Hochgebirge an ihre Grenzen stoßen. Die Tiere transportieren Ausrüstung durch Schnee, Eis und steiles Gelände – leise und zuverlässig. Historisch erinnert der Film an den Esel Murphy, der 1915 während der Schlacht von Gallipoli gemeinsam mit dem Sanitäter John Simpson Verwundete rettete und in Australien bis heute als Symbol für Mut verehrt wird.
Doch nicht alle Einsätze sind von Heldengeschichten geprägt. Im Zweiten Weltkrieg entwickelten US-Militärs eine sogenannte „Fledermausbombe“ – ein Experiment, das die Grenzen militärischer Fantasie aufzeigt. Unter Wasser wiederum nutzt die US-Navy seit den 1960er-Jahren Delfine, um Minen aufzuspüren oder Häfen zu sichern. Ihre natürlichen Sonarfähigkeiten sind technisch kaum zu ersetzen. Auch Riesenhamsterratten, die in Afrika und Asien Landminen aufspüren, sowie Katzen, die Soldaten an Fronten emotionalen Halt geben, kommen zur Sprache.