«Essen – Hauptsache satt»: ZDF über steigende Lebensmittelpreise

Steigende Preise setzen immer mehr Menschen unter Druck – die «ZDF.reportage» beleuchtet am 11. April um 17.35 Uhr die Folgen für Familien, Gastronomen und Hilfseinrichtungen.

Am Samstag, 11. April 2026, um 17.35 Uhr zeigt das ZDF die «ZDF.reportage» „Essen – Hauptsache satt“. Der Film von Jessica Liss und Jovanna Weber ist bereits ab dem 2. April 2026 um 09.00 Uhr im Streaming abrufbar und steht dort bis zum 2. April 2031 zur Verfügung. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die trotz Arbeit oder gesichertem Einkommen beim Lebensmitteleinkauf immer genauer rechnen müssen.

Laut Verbraucherpreisindex sind die Lebensmittelpreise zwischen Juni 2020 und Juni 2025 um 33 Prozent gestiegen. Obwohl sich Lieferketten und Energiekosten teilweise entspannt haben, bleibt das Preisniveau hoch. Die Reportage begleitet unter anderem die fünfköpfige Familie Pflaum aus Aachen. Trotz akademischer Abschlüsse und zweier Einkommen gehört sie zur Mittelschicht – doch mit fünf Kindern wird selbst der Wocheneinkauf zur Herausforderung. Rabattaktionen, Eigenanbau im Schrebergarten, Großeinkäufe zum Einfrieren und Apps für reduzierte Ware gehören zum Alltag.

Wenn das Geld dennoch nicht reicht, suchen viele Unterstützung bei Hilfsangeboten wie der Suppenküche im Franziskanerkloster in Berlin-Pankow. Dort kocht Küchenchef Thorsten Horstmann täglich große Mengen Suppe für rund 200 Menschen. Die Einrichtung finanziert sich ausschließlich über Spenden und verarbeitet vor allem Lebensmittel, die aus Gastronomie und Einzelhandel gespendet werden.

Auch kleine Betriebe kämpfen mit steigenden Kosten. Der Imbiss «Alte Tanke» im brandenburgischen Rhinow versucht, Hausmannskost zu bezahlbaren Preisen anzubieten. Betreiberin Nicole Dams musste seit 2020 zwar die Preise anpassen, hält die Erhöhungen jedoch so gering wie möglich, um ihre Stammkundschaft nicht zu verlieren.
07.03.2026 12:29 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/169580