Wie schlägt sich der Zweirad-«Tatort»?

Drogen, Nostalgie, Drahtesel. Der «Tatort» aus Ludwigshafen zwischen Biker-Punks, Mord und "Auto gegen Fahrrad".

"Halbgar" - so liest es sich an der ein oder anderen Stelle mit Blick auf den gestrigen «Tatort: Sashimi Spezial». Thema sind erst einmal Fahrradfahrer - genauer, um Fahrradkurier Marc Weinert, der bei der Polizei eine Selbstanzeige machen will. Im direkten Anschluss wird er von einem Lieferwagen überrollt. Fahrerflucht und Diebstahl von Helmkamera und Tablet inklusive. Aus seinem Umfeld heraus kommen die "Auto gegen Fahrrad"-Thesen und Johanna Stern taucht tief in eine eng eingeschworene Truppe ein. Das Verwirrspiel im Ersten wollen in der Primetime 7,38 Millionen Zuschauer sehen, dem Fall fehlen damit keinesfalls die Pferdestärken. Zuletzt lief es mit dem Fall «Schmerz» am 22. Februar mit 7,29 Millionen Zuschauern etwas weniger gut.

Die gestrige Quote wird im Ersten demnach deutlich Anklang finden, 28,8 Prozent am Gesamtmarkt können sich zweifelsfrei sehen lassen und neben dem internen Vergleich stellt das Erste die klar größte Reichweite eins Vollformats am gestrigen Sendetag. Diese Urkunde kann sich der «Tatort» von gestern auch bei den 14- bis 49-Jährigen ausstellen, mit 1,11 Millionen Jüngeren waren am entsprechenden Markt exzellente 21,6 Prozent möglich. Dass der gesamte Plot des Falls und die "verdeckte Ermittlung" im Fahrrad-Milieu so gar nicht rechtens gewesen wäre, darf an anderer Stelle diskutiert werden.

Im Anschluss an die Primetime gab es nach kurzer Pause eine neue Talk-Runde mit «Caren Miosga». Für das Thema "Krieg in Nahost - stürzt jetzt das Regime im Iran?" kam Omid Nouripour, Azadeh Zamirirad, Annett Meiritz und Peter Neumann zu Wort. Das wollten noch 3,08 Millionen Zuschauer ab drei Jahren weiterhin verfolgen, die Quote sank damit auf 16,8 Prozent. Bei den jüngeren Zuschauern brach der Marktanteil auf 13,6 Prozent ein, es verweilten hierbei 0,49 Millionen Zuschauer im entsprechenden Alter.

Zusatz: Die Primetime im Ersten verzögerte sich auf 20:30 Uhr, da um 20:15 Uhr das Erste einen «Brennpunkt» sendete. Der «Brennpunkt: Iran – Krieg im Nahen Osten» sicherte dem Ersten für gut 15 Minuten eine durchschnittliche Reichweite von 8,62 Millionen Zuschauern und daher einen Marktanteil von 32,6 Prozent. Aus der Altersklasse 14 bis 49 konnten 1,72 Millionen definiert werden, das entsprach einem Marktanteil von 33,1 Prozent.
02.03.2026 08:34 Uhr  •  Felix Maier Kurz-URL: qmde.de/169421