Sieg bei den Jüngeren: ESC-Auswahl auch ohne Raab stark

Die erzielten Resultate in beiden Altersklassen können sich absolut sehen lassen - sie bewegten sich auf dem tollen Vorjahresniveau.

Der SWR war dieses Jahr erstmals für den deutschen «ESC-Vorentscheid» verantwortlich. In diesem Kontext entschied man sich bekanntlich gegen eine weitere Zusammenarbeit mit Stefan Raab. Gestern um 20.30 Uhr im Ersten präsentierten Barbara Schöneberger und Hazel Brugger eine etwas angepasste Version unter dem Titel «Eurovision Song Contest 2026 - Das Deutsche Finale». Angetreten sind: Malou Lovis Kreyelkamp, Ragazzki, BELA, Sarah Engels, wavvyboi, Molly Sue, MYLE, Laura Nahr und Dreamboys The Band. Wie viele Fans wollten nun sehen, wie Sarah Engels als Teilnehmerin ausgewählt wurde?

Quotentechnisch war die neue Version des Vorentscheids nun imstande, die Markanteile des letztjährigen Finals zu halten. So brachte es die Show im Endeffekt auf phantastische 27,4 Prozent bei 1,09 Millionen 14-49-Jährigen - trotz minimal verringerter Reichweite in diesem Segment stieg der Anteil sogar um einen Prozentpunkt (2025: 26,4 Prozent). Die Größenordnung des Gesamtpublikums bezifferte sich in nicht ganz so hohen Sphären, doch auch hier reichte es zu schönen 18,1 Prozent zu 3,65 Millionen Fans. Im Vorjahr waren es 16,7 Prozent durch 3,55 Millionen - also weitestgehende Konstanz in Puncto Reichweite. Insgesamt holte der ZDF-Krimi mit über fünf Millionen aber die Führung. Im Vergleich zum vorher gezeigten «Brennpunkt: Krieg in Nahost» wurde damit aber eine zwiegespaltene Entwicklung markiert: Während die Sondersendung am Gesamtmarkt mit 18,5 Prozent (4,45 Millionen) noch ein Stück stärker abschnitt, liefs bezüglich der Jüngeren mit hohen 24,2 Prozent (1,04 Millionen) noch ein kleines bisschen schwächer für das Nachrichtenspezial.

Am Vorabend sah es auch ziemlich gut aus für das Erste, denn die Bundesliga-«Sportschau» bot Fußball-Zusammenfassungen mit Mönchengladbach, Union, Bremen und Pauli. Unter anderem diese Vereine triggerten letztlich recht hohe Einschaltimpulse von 3,44 Millionen beim Gesamtpublikum sowie 0,37 Millionen beim jüngeren Publikum. Klar erfreuliche Marktanteile von 18,2 und 12,5 Prozent brachten sie der Sendung ein, wenngleich die 20 Prozent-Marke nicht gerissen wurde.
01.03.2026 08:33 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/169416