VOX-Löwen starten mit schwächerem Anteil - Geissens in der Krise

Der Kölner Sender konnte mit dem Staffel-Beginn seiner Gründer-Show dennoch zufrieden sein, während bei RTLZWEI die Alarmglocken schrillen dürften.

Früher als je zuvor meldete sich die Gründer-Show «Die Höhle der Löwen» gestern bei VOX zurück und startete mit neuen Folgen in die 19. Staffel. Klar ist damit aber auch: Die Sendergruppe ist mit erhöhter Taktung gewillt, das Format noch stärker als ohnehin schon auszuwringen - ob die Gefahr von zusätzlichen Abnutzungserscheinungen steigt, bleibt abzuwarten. Schon der Auftakt konnte als erstes Indiz gewertet werden.

Wagen wir einen Blick auf die Auftakt-Pitches, dann müssen wir feststellen, dass der Start gut, aber nicht überragend ankam. Folglich konnten die Investoren und Gründer klar überdurchschnittliche Resultate auffahren, die bei 0,40 Millionen Fans aus der wichtigen Zielgruppe lagen und den Prozentanteil auf 10,7 Prozent setzten - ein Ergebnis klar über Senderschnitt, welches sich jedoch im Gegensatz zum vorigen Anfangswert (12,2 Prozent/0,45 Millionen) etwas verringerte. Damit lag man knapp hinter RTL und deutlich hinter der ARD - also Rang drei. Insgesamt wurden 1,03 Millionen zu durchwachsenen 4,9 Prozent aufgebracht. Das Zielgruppen-Niveau konnte ein Re-Run von «Goodbye Deutschland!» ab 23.20 (!) Uhr nicht halten - es ging damit auf üble 4,7 Prozent durch 0,07 Millionen. Inklusive des Gesamtpublikums sahen die Dokusoap 0,24 Millionen zu grottigen 2,8 Prozent.

Für eigene Verhältnisse behäbig lief es in der Primetime bei RTLZWEI. Dort performte «Die Geissens» mit der dritten neuen Woche zunächst wieder deutlich unter den eigenen Ansprüchen. Bei den 14-49-jährigen interessierten sich zum Primetime-Start lediglich enttäuschende 3,6 Prozent durch 0,16 Millionen für die erste Folge des Abends. Konnte sich die zweite Folge des Abends letzte Woche noch auf ein akzeptables Niveau steigern, ging es nun in die entgegengesetzte Richtung: Weiter verschlechterte 2,8 Prozent durch 0,12 Millionen kamen nach 21.00 Uhr nur noch zustande. Insgesamt bewegte sich die Beteiligung im extrem niedrigen Bereich von maximal 1,5 Prozent ob 0,36 Millionen. Eine frische «Hartz und Herzlich»-Folge lieferte am Vorabend übrigens einen ungleich besseren Marktanteil mit soliden 6,0 Zielgruppen-Prozent (0,12 Millionen) um 18.00 Uhr.
24.02.2026 08:31 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/169234