Dieser Krimi im Ersten schlägt «Olympia»

Es braucht «Die wilde Hilde» um gegen «Biathlon», «Bob» «Eishockey» anzukommen. Das Erste kontert in der Primetime die «Olympia»-Dominanz im Zweiten.

«Mord oder Watt» ist keinesfalls eine neue Serie im Ersten - wobei es seit 2023 vor dem gestrigen Abend auch erst zwei Folgen gab. Mit «Ebbe im Herzen» startete Oliver Mommsen als Tim Seebach neben Antonia Bill als Wiebke Tönnessen in den Nord-Krimi. Das Projekt startete mit 4,27 Millionen Zuschauern in Schnitt recht verhalten für einen Krimi, «Für immer Matjes» holte dann 2024 als zweiter Fall 3,59 Millionen Fernsehende ab. Ein Jahr Pause und schon läuft es 2026 deutlich besser. Während im ZDF rund um die beste Sendezeit des Tages Bilder von «Olympia» vom «Ski Freestyle» und dem «Bob Zweier» vor 3,05 und 3,40 Millionen Zuschauern über die Mattscheiben flimmern, katapultiert sich das Erste mit dem Krimi an die Reichweiten-Spitze des gestrigen Tages. In Summe stellt «Mord oder Watt?» mit 5,73 Millionen Zuschauern den gestrigen Bestwert und zudem einen intern neuen Rekord auf. Der Marktanteil lag bei exzellenten 25,8 Prozent, mit den vorherigen Fällen waren 15,4 und 16,1 Prozent drin.

Mit den erreichten 0,31 Millionen jüngeren Zuschauern im Alter zwischen 14 und 49 Jahren, war die Primetime aus dem Ersten jedoch keinesfalls in den Bestenlisten des Tages vertreten. Hier dominierte, wie gewohnt in den zurückliegenden Tagen, «Olympia» komplett. Die Spitze der Tabelle ging an die Übertragung vom «Ski Freestyle Ski Cross» der Frauen ab 20:45 Uhr. Hierbei folgen 0,84 Millionen 14- bis 49-Jährige in Mainz, das waren überzeugende 22,1 Prozent am entsprechenden Markt.

In den oberen Regionen dieser Sparte von Zuschauern war das Erste dennoch vertreten - mit der «Tagesschau» um 20 Uhr. Die News holten insgesamt 5,40 Millionen Zuschauer ab, was am Gesamtmarkt 24,0 Prozent blockierte. Der jungen Zuschauergruppe konnten hiervon 0,69 Millionen zugesprochen werden, das entsprach 17,9 Prozent als Marktanteil. Aus dem privaten Sektor, in welchem die Zielgruppe eine deutlich größere Rolle spielt, war es RTL, der als Sender die noch beste Leistung abrufen konnte. «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» sicherte Köln den besten Platz der Privaten in der Liste, jedoch mit nicht glorreichen 0,40 Millionen Umworbenen. Mit den erreichten 11,7 Prozent Marktanteil ab 19:35 Uhr wird man bei RTL jedoch probmelos leben können.
21.02.2026 09:02 Uhr  •  Felix Maier Kurz-URL: qmde.de/169206