Zwischen Großstadt-Dachboden und Waldgebiet: Eine neue Dokumentation beleuchtet, warum ausgerechnet Waschbären zu den erfolgreichsten Wildtieren unserer Zeit zählen.

Am Dienstag, 10. März 2026, zeigt GEO um 20:15 Uhr feiert die französische Naturdokumentation
«Die wunderbare Welt der Waschbären» (OT: «Raccoons») ihre deutsche TV-Premiere. Der 50-minütige Film widmet sich einem Tier, das sich weltweit auf dem Vormarsch befindet – und vielerorts längst zum festen Bestandteil urbaner Lebensräume geworden ist. Den Kommentar spricht Merete Brettschneider.
Während zahlreiche Tierarten durch Lebensraumverlust und Klimawandel unter Druck geraten, gelingt Waschbären eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte. Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, wurden sie im 20. Jahrhundert auch in Europa angesiedelt oder aus Pelztierfarmen freigelassen. Heute sind sie in Deutschland weit verbreitet – Schätzungen gehen von mehreren Hunderttausend Tieren aus, mit besonders hohen Beständen in Hessen, Brandenburg und Berlin.
Die Doku zeigt, was hinter diesem Erfolg steckt: Waschbären sind ausgesprochene Opportunisten. Als Allesfresser ernähren sie sich von Insekten, Früchten, Eiern, kleinen Wirbeltieren, aber auch von menschlichen Abfällen. Ihre Vorderpfoten sind äußerst beweglich und verfügen über einen ausgeprägten Tastsinn, mit dem sie selbst komplizierte Verschlüsse öffnen können. Experimente belegen zudem ihre hohe Lernfähigkeit – einmal erlernte Lösungswege merken sie sich über lange Zeit.
Auch ihre Anpassungsfähigkeit ist außergewöhnlich. Waschbären finden Unterschlupf in Baumhöhlen, Dachböden oder verlassenen Gebäuden. In Städten profitieren sie von milden Temperaturen und reichlich Nahrung. Anders als viele andere Wildtiere verlieren sie dabei kaum ihre Scheu vor dem Menschen.