Mit neuen Staffeln, Literaturadaptionen und globalen Großproduktionen setzt Netflix 2026 verstärkt auf australische und neuseeländische Kreativkräfte.

Netflix hat sein Programm für Australien und Neuseeland im Jahr 2026 präsentiert und dabei sowohl lokale Eigenproduktionen als auch internationale Großprojekte mit regionaler Beteiligung angekündigt. Die neue inhaltliche Ausrichtung verantwortet ab 2026 Amanda Duthie als Content Director für ANZ. Laut Duthie vereine das Line-up sehr unterschiedliche Tonalitäten und Maßstäbe, bleibe dabei jedoch fest in der Region verwurzelt und erzähle spezifische, authentische Geschichten aus Australien und Neuseeland.
Den Auftakt macht die dritte und finale Staffel der Erfolgsserie
«Heartbreak High», die am 25. März 2026 startet. Die in Sydney gedrehte Produktion begleitet ein letztes Mal die Abschlussklasse der Hartley High auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Ebenfalls neu ist die Serienadaption des australischen Literaturklassikers
«My Brilliant Career» nach Miles Franklin. Gedreht in Südaustralien, rückt die Serie die junge Sybylla in den Mittelpunkt, die zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und ihrem Traum vom Schriftstellerinnen-Dasein steht.
Mit
«Allen» bringt Netflix zudem einen Familienfilm von Ludo Studio an den Start, dem Team hinter «Bluey». Die Geschichte erzählt von einer wiederauflebenden Freundschaft in einer Küstenstadt Queenslands. Die Serie
«Breakers» wiederum entsteht als erste Netflix-Produktion an der Küste Westaustraliens. Angeführt von Antony Starr schildert sie die Verstrickung zweier Backpacker in eine eingeschworene Surf-Community und stammt von den Machern von «Baby Reindeer».
Parallel bleibt die Region auch Produktionsstandort für internationale Projekte. Das Actiondrama
«War Machine» von Regisseur Patrick Hughes entsteht im Bundesstaat Victoria und setzt auf ein Ensemble um Alan Ritchson und Dennis Quaid. Der Thriller
«Apex» mit Charlize Theron und Taron Egerton nutzt die australische Wildnis als Kulisse. Für das Weltkriegsdrama
«The Mosquito Bowl» mit Nicholas Galitzine und Bill Skarsgård fiel die Klappe an der Gold Coast. In Neuseeland wiederum wird
«East of Eden» als Neuinterpretation des Romans von John Steinbeck realisiert.
Auch im Bereich Non-Fiction und Animation baut Netflix aus. Die Reality-Produktion
«Wonka: The Golden Ticket» entsteht an der Gold Coast und verspricht ein technisch aufwendiges Sozialexperiment-Format. Mit
«Stranger Things: Tales From '85» produziert das Studio Flying Bark in Sydney eine animierte Erweiterung des Serienuniversums. Zudem entsteht mit
«Steps» ein Animationsfilm, der die Cinderella-Geschichte neu interpretiert und den vermeintlich „bösen“ Stiefschwestern eine eigene Perspektive verleiht.