«Die Keupstraße – Kölns türkisches Herz»: WDR-Doku porträtiert ein Viertel

Die neue «Heimatflimmern»-Dokumentation erzählt von Migration, Zusammenhalt und gelebter Vielfalt mitten in Köln-Mülheim.

Die Keupstraße gilt seit Jahrzehnten als Symbol türkischen Lebens in Köln – ein Ort, an dem Familiengeschichten, unternehmerischer Mut und kulturelle Identität aufeinandertreffen. Die von UFA Documentary produzierte Dokumentation «Die Keupstraße – Kölns türkisches Herz» zeichnet für die WDR-Reihe Heimatflimmern ein vielschichtiges Porträt der Straße. Zu sehen ist der Film am Freitag, 13. März 2026, um 20:15 Uhr im WDR Fernsehen.

Entstanden als Wohn- und Lebensraum für Arbeitskräfte des Kabelwerks Felten & Guilleaume, entwickelte sich die Keupstraße ab den 1960er-Jahren zu einem zentralen Treffpunkt für türkische Familien in Köln. Supermärkte, Restaurants, Cafés und kleine Geschäfte prägten früh ein Straßenbild, das bis heute als „türkisches Herz“ der Stadt gilt.

Im Mittelpunkt stehen Menschen, deren Leben eng mit der Straße verwoben ist: Gastronom Ömer Aldağ führt das Familienrestaurant „Kilim“ weiter und blickt auf dessen Anfänge zurück. Meral Şahin zeigt mit ihrem Dekogeschäft neue berufliche Wege für Frauen im Viertel auf. Ayfer Şentürk erinnert sich an die frühen Jahre – und an den Nagelbombenanschlag des NSU 2004, der das Viertel tief erschütterte. Auch Rapper Eko Fresh kommt zu Wort und beschreibt die Keupstraße als prägenden Ort seiner Jugend, der bis heute seine künstlerische Arbeit beeinflusst.

Ralf Jühe, Executive Director UFA Documentary, und Thomas Laue, Chefdramaturg der UFA: „Die Keupstraße gehört zu den bekanntesten Straßen Deutschlands. Wir sind dankbar, dass wir die Menschen dort über mehrere Jahre begleiten durften und bedanken uns für ihr Vertrauen. Uns hat beeindruckt, wie sie uns trotz vieler negativer Erfahrungen Türen geöffnet, Einblicke in ihre Welt gewährt und dadurch Perspektiven verändert haben. Die Geschichten der Keupstraße zeigen uns Tag für Tag, wie bereichernd Begegnungen verschiedener Kulturen sein können. Migration wird hier zur Erfolgsgeschichte.“
17.02.2026 10:52 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/169051