Nach fast zwei Jahrzehnten zieht sich der CNN-Moderator aus dem CBS-Newsmagazin zurück.

Anderson Cooper wird das renommierte US-Nachrichtenmagazin
«60 Minutes» verlassen. Das bestätigte CBS News am Montagabend. Cooper war nahezu 20 Jahre als Korrespondent für das traditionsreiche Format tätig, das sonntags zur Primetime ausgestrahlt wird.
In einem Statement bezeichnete Cooper seine Zeit bei «60 Minutes» als einen der Höhepunkte seiner Karriere. Gleichzeitig begründete er seinen Abschied mit privaten Prioritäten: Er wolle mehr Zeit mit seinen kleinen Kindern verbringen. Künftig will er sich stärker auf seine Aufgaben bei CNN konzentrieren, wo er seit Jahren die 20-Uhr-Nachrichtensendung moderiert, das Format «The Whole Story» präsentiert und einen erfolgreichen Podcast rund um das Thema Trauer hostet.
CBS News zeigte Verständnis für die Entscheidung und erklärte, man sei dankbar für Coopers Engagement. Die Tür für eine mögliche Rückkehr bleibe offen. Medienberichte hatten zuvor angedeutet, dass es Gespräche über eine Vertragsverlängerung gegeben habe, Cooper sich jedoch letztlich für einen klareren Fokus auf CNN entschieden habe.
Coopers Weggang bedeutet nicht nur den Verlust eines prominenten Gesichts, sondern auch eines wichtigen Multiplikators: Seine Beiträge aus «60 Minutes» wurden regelmäßig auch in seinem CNN-Programm ausgestrahlt und trugen zur zusätzlichen Reichweite bei. Ob sein jüngster Auftritt im „Last Minute“-Segment bereits sein letzter war, ist bislang unklar.