«Punkt 12» holt mit Ofarim nur leicht erhöhten Anteil

Der umstrittene Dschungel-Gewinner war am Mittwoch bei Katja Burkard im Interview.

Dieses Jahr brachte das Dschungelcamp mit Gil Ofarim einen umstrittenen Gewinner hervor. Klar war in diesem Zusammenhang, dass am Tag danach Redebedarf herrschen würde. Eingelöst wurde die Erwartung einer Konfrontation mit «Ich bin ein Star, holt mich hier raus - Das Wiedersehen» in der Montagsprimetime in der Ansicht vieler Zuschauer allerdings nicht - vielmehr irritierte vor allem Sonja Zietlow mit einer unkritischen Parteinahme. Es war also noch durchaus Platz für eine schärfere Auseinandersetzung, als Ofarim am Mittwoch-Mittag dann zu Katja Burkard zu «Punkt 12» kam. Evozierte die Frage, ob Burkard diese umsetzen würde, erhöhte Einschaltimpulse?

Zu Wochenbeginn am Montag kam das News-Magazin zunächst mäßig passabel aber nicht übermäßig aus den Startlöchern. Die Einschaltzahlen vom Montag, die sich in der wichtigen Zielgruppe auf 0,12 Millionen taxieren ließen, beliefen sich auf immerhin zweistellige 10,9 Prozent, die in Ordnung gehen, aber sicher nicht weltbewegend sind. Insgesamt sahen 0,72 Millionen Menschen zu ordentlichen 9,3 Prozent zu.

Recht konstant sah es dann am Dienstag für die RTL-Sendung aus. Die Zielgruppen-Anzahl hielt sich mit 0,12 Millionen exakt gleich, so, dass sich auch der Marktanteil bei akzeptablen 10,4 Prozent ziemlich konstant halten ließ. Mit 8,5 Prozent bei 0,69 Millionen sah es beim Gesamtpublikum allerdings ein Stück schlechter aus als 24 Stunden zuvor - man fiel hier unter neun Prozent.

Am Mittwoch kam dann Gil Ofarim zu Burkard. Tatsächlich brachte dieser Umstand den höchsten Wert der gesamten Sendewoche - allerdings auf moderater Flughöhe. Die Zielgruppen-Werte stiegen zwar ein bisschen an, allerdings nur auf 0,13 Millionen. Dieser leichte Anstieg reichte derweil schon aus, um den Anteil auf 11,7 Prozent zu erhöhen. Auch am Gesamtmarkt kam zwar die höchste Sehbeteiligung der Woche zustande, allerdings bedeuteten auch 0,84 Millionen zu 9,6 Prozent keinen Quantensprung - die Zweistelligkeit wurde in diesem Segment weiter verfehlt.

Vom Prozentwert unter die Zehner-Marke ging es dann erstmals am Donnerstag auch bei den 14-49-jährigen. An jenem Datum schalteten nur noch 0,10 Millionen von ihnen zu, die zu einem mittelprächtigen Anteil von nur noch einstelligen 9,7 Prozent führten. Bezüglich des Gesamtpublikums fiel man auf die Größenordnung vom Montag zurück (9,3 Prozent/0,72 Millionen). Eine eine moderate Rückbewegung zu immerhin 0,13 Millionen Umworbenen kennzeichnete zwar nochmal den Wochenabschluss - der Anteil fiel in Anbetracht 9,4 Prozent aber trotzdem so niedrig aus, wie nie in der abgelaufenen Woche. Bei den älteren Zuschauenden war die Sendung an diesem Ausstrahlungstermin zudem auf weiter gesunkenem Level von 8,5 Prozent unterwegs.

Zu beachten ist, dass das Burkard-Magazin aktuell zur Daytime teilweise gegen Olympia-Disziplinen ranmuss. Zweistellige Gesamt-Marktanteile sind dahingehend seltener geworden, wenngleich sie auch in regulären Phasen keine Selbstverständlichkeit mehr sind. In der Zielgruppe ließen sich auch während Olympia keine großen Veränderungen in der moderaten Reichweiten-Range feststellen im Vergleich zu den Vormonaten. Sicher ist: Von früheren Glanzzeiten gen 20 Prozent ist man inzwischen weit entfernt. Daran geändert hat auch ein kontroverser Dschungelkönig nichts, der den Zulauf nicht signifikant gesteigert hat. Wie viele Menschen seinen «Punkt 12»-Auftritt On Demand abriefen, ist nicht bekannt.
14.02.2026 10:26 Uhr  •  Mario Thunert Kurz-URL: qmde.de/168991