«Polizeiruf 110» konfrontiert Ermittler mit widersprüchlichen Geständnissen

Der neue Sonntagskrimi mit Johanna Wokalek und Stephan Zinner läuft um 20.15 Uhr im Ersten.

Mit «Polizeiruf 110» „Ablass“ zeigt Das Erste am Sonntag, den 15. März 2026, einen neuen Fall aus München. Im Mittelpunkt stehen Kriminalhauptkommissarin Cris Blohm und Kriminalkommissar Dennis Eden, die es gleich mit zwei Todesfällen zu tun bekommen – und mit Geständnissen, die mehr Fragen aufwerfen als Antworten liefern. Ausgangspunkt der Ermittlungen ist der Fund einer Frauenleiche in einer Isarwehranlage. Der bereits verurteilte Täter Léon Kamara hatte sich zwar freiwillig gestellt, doch sein Geständnis passt nicht zu den Umständen des Leichenfunds. Kamara behauptete, das Opfer zerstückelt und im Müll entsorgt zu haben. Blohm und Eden gehen der Frage nach, warum er die Tat auf sich nahm, dabei aber offensichtlich log.

Parallel übernehmen die Kommissare die Ermittlungen zu einem tödlichen Autounfall mit Fahrerflucht. Auch hier scheint der Fall zunächst klar: Der arbeitslose Familienvater Victor Reisinger gesteht die Tat. Doch erneut stoßen die Ermittler auf Widersprüche. Cris Blohm sucht schließlich Unterstützung bei dem renommierten Anwalt August Schellenberg. Im Verlauf der Untersuchungen zeigen sich auffällige Parallelen zwischen beiden Fällen, die auf ein tiefer liegendes Motiv hindeuten.

Die Hauptrollen übernehmen Johanna Wokalek als Cris Blohm und Stephan Zinner als Dennis Eden. In weiteren Rollen sind unter anderem Tobias Moretti, Shenja Lacher und Yoli Fuller zu sehen. Regie führte Christian Bach, der gemeinsam mit ihm auch das Drehbuch schrieb. Für Johanna Wokalek ist „Ablass“ ein weiterer Einsatz als Cris Blohm, die seit 2023 den Münchner «Polizeiruf 110» prägt. Die Figur trat die Nachfolge von Elisabeth Eyckhoff an und ermittelt seitdem an der Seite von Dennis Eden.

Regisseur Christian Bach sagt: „Mit ‚Ablass' wollte ich einen Film machen, der berührt, anregt und spannend unterhält. Sollte dies gelungen sein, haben dazu nicht nur die tollen Schauspieler beigetragen, sondern auch die anderen Gewerke mit ihrer Hingabe und ihrem außerordentlichen Talent: der Kameramann Namche Okon, mit dem ich schon als Student an der HFF München erste Kurzfilme gedreht habe, der Cutter Kai Schröter, mit dem ich bereits den vierten Film mache, sowie etliche neue Mitstreiter wie die wunderbare Szenenbildnerin Debora Reischmann, die renomierte Kostümbildnerin Katharina Ost und der aufstrebende Komponist Ege Ateslioglu mit seiner unaufdringlichen, dafür um so wirkungsvolleren Musik."
15.02.2026 07:27 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/168967