«Hunt for the Missing: Chicago»: ID rollt ungelöste Vermisstenfälle neu auf

Eine pensionierte Ermittlerin kehrt zurück, um jahrzehntealte Vermisstenfälle neu zu untersuchen – Investigation Discovery startet im März eine sechsteilige True-Crime-Reihe.

Der US-Sender Investigation Discovery (ID) bringt mit «Hunt for the Missing: Chicago» eine neue True-Crime-Serie an den Start. Die sechsteilige Produktion begleitet die pensionierte Chicagoer Ermittlerin Pamela Childs, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, ungelöste Vermisstenfälle nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Die Premiere erfolgt am Mittwoch, 4. März, um 22 Uhr auf ID, neue Folgen laufen wöchentlich. Zusätzlich stehen die Episoden beim Streamingdienst HBO Max bereit. Produziert wird «Hunt for the Missing: Chicago» von Blackfin (Lionsgate Alternative Television), Mainstay Entertainment und Gary Sherman Films.

Im Mittelpunkt steht Childs’ erneute Aufarbeitung sogenannter Cold Cases – Fälle, die teils seit Jahren oder sogar Jahrzehnten ungelöst sind. Die Serie beschränkt sich dabei nicht allein auf die kriminalistische Spurensuche, sondern rückt auch die Perspektive der Angehörigen in den Fokus. Sie zeigt den emotionalen Ausnahmezustand von Familien, die seit Jahren zwischen Hoffnung und Verzweiflung leben. Ziel ist es, neue Hinweise zu finden, mögliche Versäumnisse früherer Ermittlungen aufzudecken und zumindest Antworten – wenn nicht Gerechtigkeit – zu liefern.

In der Auftaktfolge „Shadows from the Southside“ (4. März) nimmt Childs den Fall der 26-jährigen Kierra Coles erneut unter die Lupe. Die schwangere Frau verschwand 2018 spurlos. Im Zuge der neuen Ermittlungen stößt Childs auf Hinweise auf eine möglicherweise fehlerhafte Polizeiarbeit sowie auf eine geheime Beziehung, die eine neue Spur eröffnen könnte. Erstmals rückt ein bislang nicht namentlich genannter „Person of Interest“ ins Zentrum der Betrachtung.

Am 11. März folgt „Lost in the Daylight“ über das Verschwinden der 21-jährigen Diamond Bynum und ihres zweijährigen Neffen King aus Gary, Indiana. Was zunächst wie ein Unglück erschien, entwickelte sich über die Jahre zu einem düsteren Rätsel. „The Secret Life of Jerrica Laws“ (18. März) widmet sich dem Verschwinden einer jungen Frau aus Park Forest im Jahr 2015. Neue Erkenntnisse über ein verborgenes Doppelleben werfen Fragen nach bislang unbekannten Motiven auf. In „The Lion’s Den“ (25. März) untersucht Childs das Verschwinden von Marlo Gulley im Jahr 2017 und stellt dabei die offizielle Version der damaligen Ereignisse infrage. „The House of Revere Road“ (1. April) beschäftigt sich mit dem Fall der 17-jährigen Kianna Galvin, die 2016 verschwand. War es ein freiwilliges Weggehen – oder ein Verbrechen? Den Abschluss bildet „The Last Message“ (8. April), in dem es um die 2019 verschwundene Erica Thompson geht. Ihr Handy sendete noch Signale über Staatsgrenzen hinweg, während Sicherheitsaufnahmen gelöscht wurden – Indizien, die auf ein komplexes Verbrechen hindeuten könnten.


13.02.2026 00:46 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/168912