«Berlin Code» entschlüsselt Woche für Woche die Mechanik der Macht und zeigt, wie politische Entscheidungen entstehen, bevor sie zur Schlagzeile werden.

Mit
«Berlin Code» hat die ARD einen Politik-Podcast geschaffen, der sich bewusst vom schnellen Nachrichtenrhythmus löst und stattdessen auf Erklärung, Einordnung und Analyse setzt. Moderiert von Linda Zervakis, blickt das Format direkt aus dem ARD-Hauptstadtstudio hinter die Kulissen der Bundespolitik – dorthin, wo Worte abgewogen, Strategien entwickelt und Entscheidungen vorbereitet werden.
Im Zentrum von «Berlin Code» steht die Frage, was politische Vorgänge wirklich bedeuten. Reden, Gesetzentwürfe, Koalitionsabsprachen oder diplomatische Gesten werden nicht nur referiert, sondern auf ihre Hintergründe, Motive und möglichen Folgen hin untersucht. Gemeinsam mit den ARD-Korrespondentinnen und -korrespondenten analysiert Zervakis politische Prozesse so, dass sie auch für Hörerinnen und Hörer nachvollziehbar werden, die nicht täglich den Parlamentsbetrieb verfolgen. Dabei geht es um mehr als Tagespolitik: «Berlin Code» ordnet aktuelle Ereignisse in größere politische, historische und internationale Zusammenhänge ein.
Thematisch deckt der Podcast die gesamte Bandbreite der deutschen und internationalen Politik ab. Innenpolitische Konflikte innerhalb der Regierungskoalition stehen ebenso im Fokus wie außenpolitische Krisen, transatlantische Beziehungen oder geopolitische Machtverschiebungen. Episoden zu Themen wie Ukraine-Krieg, Nahost, Wirtschaftskrise, Sozialpolitik oder sicherheitspolitischen Debatten zeigen, wie eng nationale Entscheidungen mit globalen Entwicklungen verflochten sind. Gerade diese Verknüpfung von Berliner Innenansichten mit dem Blick nach außen gehört zu den Stärken des Formats.
Ein besonderes Merkmal ist die Nähe zur journalistischen Arbeit im Hauptstadtstudio. Die Korrespondentinnen und Korrespondenten berichten nicht nur über Ergebnisse, sondern auch über Prozesse: über Stimmungen in Fraktionen, unausgesprochene Konflikte, taktische Manöver und politische Routinen. Dadurch entsteht ein realistisches Bild davon, wie Politik tatsächlich funktioniert – oft widersprüchlich, manchmal chaotisch, selten so klar, wie es offizielle Statements suggerieren. Der Podcast macht transparent, warum politische Entscheidungen Zeit brauchen, Kompromisse nötig sind und warum manche Vorhaben scheitern, obwohl sie öffentlich längst angekündigt wurden.
Formal setzt «Berlin Code» auf eine ruhige, sachliche Erzählweise, die dennoch zugänglich bleibt. Der Podcast richtet sich nicht nur an politisch Hochinteressierte, sondern auch an Menschen, die Nachrichten zwar verfolgen, sich aber mehr Kontext und Erklärung wünschen. Komplexe Themen werden verständlich aufbereitet, ohne sie zu vereinfachen oder zu banalisieren. Haltung ist dabei ausdrücklich erlaubt: «Berlin Code» ist nicht neutral im Sinne von gleichgültig, sondern journalistisch klar positioniert und argumentativ fundiert.
Erscheinen tut «Berlin Code» in der Regel am Freitagnachmittag, ergänzt durch Sonderfolgen bei außergewöhnlichen politischen Ereignissen. Verfügbar ist der Podcast in der ARD Audiothek sowie in allen gängigen Podcast-Apps. In einer Zeit, in der politische Kommunikation zunehmend verkürzt, emotionalisiert oder bewusst vernebelt wird, versteht sich „Berlin Code“ als Gegenentwurf: als Angebot, Politik zu entschlüsseln, statt sie nur zu konsumieren – und damit ein unverzichtbarer Begleiter für alle, die verstehen wollen, was in Berlin wirklich passiert.