Die Frage war, wie rund es für RTL trotz Handball im Gegenprogramm laufen würde.

Als
«Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» im letzten Jahr mit seiner ersten Montags-Ausgabe auf Sendung ging, war dies nach einem traditionell nicht ganz so außergewöhnlichen Sonntag mit einem Quotenstieg verbunden. Holte die Sonntags-Ausgabe damals noch 3,20/1,42 Millionen in den jeweiligen Klassen, ging es 24 Stunden später folglich auf 3,89 Millionen bergauf. Der Gesamtanteil stieg von 11,0 auf 15,6 Prozent. Eine ähnliche Stoßrichtung brach sich in der jüngeren Altersklasse Bahn - hier legte der Trash-Evergreen von 21,6 auf sehr pralle 30,4 Prozent nach. War eine vergleichbare Kurve auch dieses Jahr wieder zu beobachten?
Schauen wir uns die vorläufigen Ergebnisse der vierten Folge an, dann lassen sich Parallelen erkennen: Sie besagen wirklich ein erhöhtes Interesse, das von insgesamt 3,29 (Sonntag) auf nun 3,82 Millionen zu sehr guten 14,8 Prozent stieg. Gereicht hat dies letztlich hinter Handball und ZDF-Krimi zum dritten Rang. Exorbitant war das Dschungel-Interesse in der Zielgruppe, hier waren 1,43 Millionen Werberelevante dabei. Mit tollen 24,3 Prozent fiel man wie am Vortag aber erneut unter 30 Prozent. Hier kostete der Handball nun auch wieder den Primetime-Sieg. Auch wenn die Zahlen damit letztlich weiter stimmen und stark überdurchschnittlich sind für RTL, wird man es in Köln vielleicht nicht ohne Ärgernis betrachten, dass der Handball dem Dschungel ein bisschen den absoluten Ausnahmestatus mit deutlich über 30 Prozent kostet...
Mit Blick auf die Resonanzen des um 22.30 Uhr folgenden Ablegers
«Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Die Stunde danach» lässt sich erneut ein Abfall ausmachen, der aber nicht so gravierend ausfiel wie zuvor. Ab diesem Zeitpunkt ließen sich noch 2,35 Millionen Zuschauer insgesamt messen, mit 0,77 Millionen Umworbene ging es ebenfalls ein Stück runter. Die Anteile sanken damit auf weiter sehr gute 16,3 und wirklich pralle 25,1 Prozent - damit lag der Nachklapp im Gegensatz zu den Vortagen erfreulicher Weise erstmals wieder über der 20-Prozent-Schwelle in der Zielgruppe.