«Zwei Frauen für alle Felle» kämpft um Moral im Reitstall

Der dritte Film der ARD-Reihe stellt Tierwohl gegen Erfolgsdruck und setzt am Freitagabend auf Haltung statt Hochglanz.

Das Erste um 20.15 Uhr setzt die neue Reihe «Zwei Frauen für alle Felle» mit dem Spielfilm „Pferdeliebe“ fort. Der dritte Part ist am Freitag, den 6. März, um 20.15 Uhr zu sehen. . Im Mittelpunkt stehen erneut zwei idealistische Veterinärmedizinerinnen, die sich zwischen Berufsethos und ökonomischem Druck behaupten müssen – diesmal vor der Kulisse eines gnadenlos leistungsorientierten Reitbetriebs.

Als Dr. Maja Freydank und Dr. Julia Kramer, gespielt von Bettina Zimmermann und Meriel Hinsching, entdecken sie ein verletztes Rennpferd, geraten sie in einen Konflikt, der weit über eine medizinische Entscheidung hinausgeht. Während der ehrgeizige Stallbetreiber und eine junge Reiterin auf den schnellen sportlichen Erfolg drängen, pocht Maja auf Vorsicht – und riskiert damit nicht nur den Unmut der Beteiligten, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität ihrer Praxis.

Für zusätzliche Reibung sorgt der selbstbewusste Tierarzt-Konkurrent Dr. Pfeifer, verkörpert von Max von Pufendorf, der mit einem riskanten Eingriff schnelle Lösungen verspricht. Regisseur Stefan Bühling inszeniert das Drehbuch von Anja Flade-Kruse und Antonia Rothe-Liermann als klassisches Freitagsdrama mit klaren moralischen Linien, ohne dabei die persönlichen Brüche der Figuren zu vernachlässigen: Julia trägt ein Geheimnis mit sich, das ihre Beziehung zu Maja zunehmend belastet.

Ein Blick auf die bisherigen Quoten zeigt, dass das Publikum diesen Ansatz honoriert. Die ersten beiden Filme der Reihe erreichten jeweils 3,29 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie Marktanteile von über 16 Prozent. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen lagen die Werte solide zwischen sechs und siebeneinhalb Prozent.
25.01.2026 11:33 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/168333