«NANO Doku» fragt: Warum werden wir immer aggressiver?

3sat widmet sich zur besten Sendezeit einem Gefühl, das unseren Alltag zunehmend bestimmt – und fragt, ob wir auf dem Weg in eine Wutgesellschaft sind.

Mit «Immer mehr Wut – Warum sind wir so aggressiv?» zeigt 3sat am Donnerstag, 26. Februar, um 20.15 Uhr eine neue Ausgabe der «NANO Doku», die sich einem hochaktuellen gesellschaftlichen Phänomen widmet. Aggression, Gereiztheit und eskalierende Konflikte nehmen laut Umfragen deutlich zu: 84 Prozent der Befragten erleben eine zunehmende Verrohung im Alltag – sei es im Straßenverkehr, in sozialen Netzwerken oder im direkten Miteinander.

Der Film von Christine Binder und Luzie Funke nähert sich dem Thema vielschichtig. Wut wird nicht nur als destruktive Kraft verstanden, sondern auch als Motor für Veränderung. Die Dokumentation zeigt, dass Ärger Missstände sichtbar machen und Menschen mobilisieren kann – gleichzeitig aber auch körperliche Stressreaktionen auslöst, die langfristig die Gesundheit belasten. Forschungen aus Psychologie, Neurobiologie und Soziologie erklären, warum Menschen so unterschiedlich auf Wut reagieren und welche Rolle Hirnareale, Neurotransmitter und früh erlernte Impulskontrolle dabei spielen.

Konkret begleitet die «NANO Doku» unter anderem Polizistinnen und Polizisten im Einsatz, eine Schulklasse bei einem Projekt zur Impulskontrolle sowie Menschen, die mit ihrer eigenen Aggression ringen. Dabei wird auch ausprobiert, welche Strategien helfen können, Ärger abzubauen oder ihn in etwas Produktives zu verwandeln. Die Sendung schlägt so den Bogen von persönlichen Erfahrungen bis hin zu gesellschaftlichen Dynamiken.

Im Anschluss an die Dokumentation wird das Thema ab 21.00 Uhr im «NANO Talk» weitergeführt. Die Moderatorinnen Alena Buyx und Stephanie Rohde diskutieren im Wechsel mit Gästen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen über Ursachen, Folgen und mögliche Auswege aus der wachsenden Gereiztheit.
19.01.2026 08:34 Uhr  •  Fabian Riedner Kurz-URL: qmde.de/168113