Ein neuer HBO-Dokumentarfilm rekonstruiert mithilfe einzigartiger Bilddokumente einen der dunkelsten Momente des Zweiten Weltkriegs.
HBO bringt am Dienstag, den 27. Januar, die Originaldokumentation «33 Photos from the Ghetto» an den Start. Der 80-minütige Film feiert um 21.00 Uhr seine Premiere und ist parallel auch im Streaming abrufbar. Im Mittelpunkt stehen die einzigen bekannten Fotografien aus dem Warschauer Ghetto während des Aufstands im April 1943, die nicht von deutschen Besatzern, sondern heimlich von einem Zivilisten aufgenommen wurden.
Die Bilder stammen von dem damals 23-jährigen polnischen Feuerwehrmann Zbigniew Leszek Grzywaczewski. Als Mitglied der Warschauer Feuerwehr wurde er Zeuge der brutalen Niederschlagung des jüdischen Aufstands und hielt das Geschehen unter Lebensgefahr mit seiner Kamera fest. Seine Aufnahmen liefern eine seltene zivile Perspektive auf die Zerstörung des Ghettos und ergänzen die bislang bekannten, meist von Tätern angefertigten Bildquellen um einen entscheidenden Blickwinkel.
Der Film von Regisseur Jan Czarlewski folgt zwei Familien – darunter eine jüdische –, die die Fotografien über Jahrzehnte hinweg bewahrten, ohne sie öffentlich zu machen. Erst rund 80 Jahre später stößt der Sohn des Fotografen auf die Negative und stößt eine umfassende Recherche an. Gemeinsam mit Historikern, Archivaren und Animationskünstlern werden die Entstehungsorte und Hintergründe der Bilder mit nahezu forensischer Genauigkeit rekonstruiert.