Investigativjournalisten erarbeiteten sich Zugang zu ehemaligen russischen Agenten , die nun an geheimen Orten auf ein neues Leben hoffen.

Russlands Geheimdienste sind das Rückgrat von Putins Machtstruktur. Ex-Agenten packen aus über eine Schattenarmee, die das Land kontrolliert - so kündigt es das ZDF an. Passieren soll dies am Dienstag, den 24. Februar um 20.15 Uhr in einer 45-minütigen Dokumentation unter dem entsprechenden Namen
«Putins Schattenkrieger - Russische Agenten packen aus». Aufzurufen ist die Produktion ab dem selben Tag auch im Streaming.
Sie wurden vom System fallen gelassen, enttarnt oder sind geflohen. Sie erzählen von Gewalt und Gewissensnot, von der Unterwanderung im Ausland und hybrider Kriegsführung: Ein Geheimdienstoffizier, der als Agentenführer jahrelang daran arbeitete, jede Opposition im Keim zu ersticken. Ein weltweit gesuchter Cyberverbrecher, der für Putins Kriegspläne ein ganzes Land in den Blackout hackte. Eine unscheinbare Kleinfamilie, die Staatsgeheimnisse aus Westeuropa an den Kreml schickte. Ein Computer-Nerd, der mit digitalen Fallen ahnungslose Bürger ins Straflager brachte.
In der ZDF-Dokumentation erzählen Ex-Agenten aus dem Inneren dieses Geheimdienstsystems. Ehemalige offizielle und inoffizielle Mitarbeiter packen aus über diese sogenannte 'Schattenarmee' von Putin. Ein Team von Investigativjournalisten hat daran gearbeitet, Zugang zu jenen ehemaligen russischen Agenten zu finden. Sie berichten von Methoden der Rekrutierung, von Gewalt und Gewissensnot, von der Unterdrückung aller Kritik in Russland, der Unterwanderung im Ausland. Kaum beleuchtet ist bisher die Rolle von Cyberagenten als Teil von Putins hybrider Kriegsführung. Diese Erlebnisse werden analytisch eingeordnet von westlichen Geheimdienstexperten und russischen Exilreportern.